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Trauerfeier für SPD-Politiker - Bundestag nimmt Abschied von Oppermann

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Mit einer Trauerfeier hat der Bundestag den SPD-Politiker Thomas Oppermann gewürdigt. Er war am Sonntag überraschend verstorben.

Trauerfeier im Bundestag: Das Parlament nahm Abschied von seinem überraschend gestorbenen Vizepräsidenten, Thomas Oppermann.

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Mit einer bewegenden Trauerfeier hat der Bundestag Abschied von seinem unerwartet gestorbenen Vizepräsidenten Thomas Oppermann genommen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, der SPD-Politiker habe sich um den Parlamentarismus und die Demokratie in Deutschland große Verdienste erworben.

Seine besonnene Art, sein Sachverstand, seine Kollegialität werden uns schmerzlich fehlen.
Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident

Oppermann sei klar und loyal in seiner sozialdemokratischen Haltung, aber nie ideologisch gewesen. "Streitbar in der Sache, doch kompromissfähig, wenn es galt, pragmatische Lösungen zu finden. Pointiert und schlagfertig in der politischen Auseinandersetzung, und herzlich im zwischenmenschlichen Umgang", so Schäuble. Oppermann habe die Abteilung "Attacke" und auch das mühsame Verhandeln beherrscht. Beides brauche es in der parlamentarischen Demokratie.

Tod von Oppermann für SPD ein Schock

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich versicherte, seine Partei werde weiterführen, was Oppermann angestoßen und aufgebaut habe. "Er wird in unseren Herzen und Taten weiterleben." Die Nachricht von Oppermanns Tod sei ein Schock gewesen.

Mit ihm verlieren wir einen angesehenen Sozialdemokraten, einen leidenschaftlichen Abgeordneten und eine bedeutende politische Persönlichkeit.
Rolf Mützenich, SPD-Fraktionsvorsitzender

An der Trauerfeier im Plenarsaal nahmen Oppermanns Lebensgefährtin Petra Kirchhoff und drei seiner Kinder teil. Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) und seine Frau saßen ebenso auf einer Gästetribüne wie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und seine Frau sowie die ehemalige SPD-Vorsitzende Andrea Nahles und Ex-Bundesinnenminister Otto Schily (SPD).

Der plötzliche Tod von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann bestürzt nicht nur die SPD. Politiker aller Parteien würdigten ihn als großen und engagierten Sozialdemokraten.

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Steinmeier verfolgt Trauerfeier in Quarantäne

Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich noch in Quarantäne befindet, verfolgte die Trauerfeier von zu Hause aus. Steinmeier und Schröder waren politisch wie privat langjährige Weggefährten des Verstorbenen.

Oppermann war 1990 in den Niedersächsischen Landtag eingezogen. 1998 ernannte ihn der damalige Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) zum Wissenschaftsminister. 2005 wechselte Oppermann in den Bundestag. Dort war er in der vergangenen Wahlperiode SPD-Fraktionsvorsitzender.

Oppermann am Sonntag überraschend verstorben

Nach der Wahl 2017 wurde er Vizepräsident des Bundestags. Für die Wahl im kommenden Jahr wollte Oppermann nicht wieder kandidieren.

Oppermann war am Sonntag kurz vor einem Interview in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" zusammengebrochen. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus in Göttingen. Der SPD-Politiker wurde 66 Jahre alt.

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