Sie sind hier:

Pressestimmen zum Triell - "Laschet verpasst seine Chance"

Datum:

Nach dem Triell zur Bundestagswahl sind sich viele Medien einig: Laschet hat seine Chance verpasst. Wen die Kommentatoren als Sieger sehen - ZDFheute mit einer Presseschau.

Das TV-Triell mit Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet (v.l.n.r.) wird von Publikum beobachtet.
Das TV-Triell mit Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet (v.l.n.r.): Vergebene Chance für Laschet?
Quelle: epa

Laschet hat seine Chance verpasst, das Triell war mehr ein Duell zwischen Scholz und Laschet, während sich Baerbock aus Streit raushalten konnte: So ist es heute in etlichen Kommentaren in den Medien zu lesen. Wen sehen die Medien als Sieger, wen als Verlierer? ZDFheute hat in einer Presseschau die Meinungen zum Triell gesammelt:

Handelsblatt: "Laschet verpasst seine Chance"

Unter der Überschrift "Laschet verpasst seine Chance" kommentiert Klaus Stratmann beim Handelsblatt: "Laschet hat das Ruder damit nicht herumreißen können. Ihn umgibt die Aura des Glücklosen. Wenn er nachkartet, dann wirkt das kleinlich. Wenn er auf Erfolge in dem von ihm regierten Bundesland verweist, überzeugt er nicht. Und den engagierten Klimaschützer nimmt man ihm nur widerwillig ab."

Baerbock, Laschet und Scholz hatten beim gestrigen Triell die Möglichkeit, Wähler für sich zu gewinnen. Insgesamt elf Millionen Zuschauer sahen dabei zu.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Süddeutsche: "Als Onkel war Laschet gescheitert"

Detlef Essinger beschreibt in der Süddeutschen Zeitung ein Dilemma, das Laschet habe: "Dass er mit Gemütlichkeit in diesem Wahlkampf nicht weiterkommt, hat er offensichtlich kapiert. Nun versucht er es mit Salven: Erst am Samstag bei der CSU, wo er die SPD im Ganzen verdammte, und nun, in dem er zu Scholz sprach, als wäre er dessen Chef ('Wenn mein Finanzminister so arbeiten würde wie Sie, hätten wir ein ernstes Problem.') Die Frage ist: Werden die Leute schleunigst diesen Schützen schätzen, nachdem sie den Onkel nicht wollten?" 

NZZ: "95 Minuten Langeweile" - ohne Gewinner

Bei der Neuen Züricher Zeitung kommentiert Hansjörg Friedrich Müller, das Triell sei bloß "95 Minuten Langeweile" gewesen, es habe keinen Gewinner gegeben. Das sei gut für Scholz, aber schlecht für Laschet:

"Dass Laschet und Baerbock Boden auf Scholz gutmachen konnten, erscheint eher unwahrscheinlich, gab sich doch keiner der Kandidaten eine Blöße. Das müsste demjenigen helfen, der in Führung liegt, also dem Sozialdemokraten. Einen Schluss konnte man aus der Sendung auf jeden Fall ziehen: Ein Land, das sich solch langweilige Debatten leisten kann, scheint keine allzu großen Probleme zu haben."

Im Triell treffen die drei Kanzlerkandidat*innen aufeinander und diskutieren ihre Positionen zu wesentlichen Themen des Bundestagswahlkampfes. Im Video können Sie zu den Höhepunkten springen.

Beitragslänge:
96 min
Datum:

Tagesschau: "Laschet ließ Sympathiepunkte liegen"

Für die ARD-Tagesschau kommentiert Franka Welz vom Hessischen Rundfunk, Laschet habe sich im Spiel gehalten, indem er Olaf Scholz immer wieder attackierte. Aber: "Laschet hat zugunsten seines demonstrativ vorgetragenen Kampfesmuts Sympathiepunkte liegen lassen. Und damit dem Konkurrenten von der SPD, Olaf Scholz, sogar so etwas wie einen Gefallen getan: Mit seinen Attacken hat er den oft so stoisch auftretenden Scholz aus der Reserve gelockt. Der konnte zeigen: Seht her, ich kann auch lebhaft und scharf diskutieren. (...)

Baerbock war klug genug, sich aus den Streitereien der beiden Männer weitgehend herauszuhalten. Sie stichelte stattdessen, anders als die beiden Herren wolle sie über die Zukunft reden und präsentierte sich als Kandidatin gegen ein 'Weiter-so', wenig überraschend besonders deutlich beim Klimaschutz."

Spiegel: "Kein klarer Sieger"

In der Live-Kommentierung des Spiegels schreibt die Autorin Anna Clauß als Fazit: "Keine Überraschungen, keine Experimente, kein klarer Sieger und auch keine Siegerin." Ihr Kollege Christian Stöcker kommentiert, inhaltlich habe Baerbock gewonnen. Weiter schreibt er: "Verlierer des Abends ist jedenfalls wieder Armin Laschet, denn ich habe nicht das Gefühl, dass er irgendwie gewinnen konnte, weder in Sachen Sympathie noch in Sachen Kompetenz."

Exklusiv

Blitzumfrage zum TV-Triell - Scholz vor Baerbock und Laschet 

Positiv überrascht hat beim Triell vor allem Annalena Baerbock. In der K-Frage heißt der Favorit auch nach dem Schlagabtausch weiter Olaf Scholz. Die Blitzumfrage zum TV-Dreikampf.

Bild: "Scholz kann sich nur noch selbst schlagen"

Bei Bild kommentiert Jan Schäfer: "Olaf Scholz kann sich eigentlich nur noch selbst schlagen! Seine ungefähren Antworten, seine weltfremden Finanzierungskonzepte (Stichwort: Vermögenssteuer), seine unhaltbaren Versprechen ("kein späteres Renteneintrittsalter") hat ihm bisher niemand wirklich um die Ohren gehauen. Er überzeugt, weil niemand überzeugender ist.

Armin Laschet dagegen kann jetzt nur noch auf eines hoffen: den Mitleidseffekt beim Wähler.
Kommentar bei bild.de zum Triell

Es ist seine allerletzte Chance aufs Kanzleramt. Und mit Abstand die schlechteste."

Die "Financial Intelligence Unit" und der Umgang mit Hans-Georg Maaßen - zwei Themen des Triells. Waren alle Aussagen der Kandidaten korrekt? Ein Faktencheck.

Beitragslänge:
9 min
Datum:

Bayerischer Rundfunk: "Duell statt Triell"

In einem Kommentar des Bayerischen Rundfunks schreibt Achim Wendler, Annalena Baerbock habe zwar in der Mitte gestanden, sei aber eine "Randfigur" geblieben. Scholz sei nur in der Defensive "richtig kämpferisch" gewesen, Lascht habe "treffsicherer sein müssen":

"Wahlkampf will geübt sein. Reichlich spät hat Laschet erkannt, dass einem Merkel-Stimmen nicht einfach durch Merkel-Politik zufallen. Man muss darum kämpfen. Scholz wollte das offenbar ebenso vermeiden wie Laschet. Sein Plan war, sich mit Merkel-Raute ins Kanzleramt zu lächeln. Das hat sich spätestens gestern als unzureichend erwiesen, Scholz musste sich wehren."

Wulf Schmiese
Update

Update am Morgen - Niemand hat verloren 

Das zweite TV-Triell vor der Bundestagswahl haben weder Laschet noch Scholz noch Baerbock verloren. Außerdem: Impf-Aktionswoche startet.

von Wulf Schmiese
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.