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Verletzter Mann in Buffalo - Trump: 75-jähriger "Antifa-Provokateur"?

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Mehrfach ging die Polizei in den vergangenen Tagen brutal gegen Demonstranten in den USA vor. So auch in Buffalo gegen einen alten Mann. Jetzt hat der Präsident da so eine Idee.

Donald Trump. Archivbild
Wittert schon wieder die Antifa: Donald Trump
Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat einem 75 Jahre alten Demonstranten, der von Polizisten in Buffalo in New York auf den Boden gestoßen und dabei am Kopf verletzt wurde, eine mögliche Nähe zur Antifa-Bewegung unterstellt. Der Mann "könnte ein Antifa-Provokateur" sein, schrieb Trump auf Twitter.

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Der 75-Jährige sei "härter gefallen, als (er) gestoßen wurde". Zudem habe der Mann womöglich versucht, Kommunikationsausrüstung der Polizei zu sabotieren. Trump bezog sich auf einen Bericht des umstrittenen rechten Senders OAN, der eine entsprechende Theorie verbreitet hatte.

Cuomo fordert Entschuldigung von Trump

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, sagte, für Trumps Behauptung gebe es "keinerlei Beweis". Cuomo nannte den Tweet "unverantwortlich"  und warf Trump vor, "Öl ins Feuer" zu gießen. Der Gouverneur sagte mit Blick auf den Präsidenten weiter:

Wenn er jemals einen Moment des Anstands verspürt, sollte er sich für diesen Tweet entschuldigen, denn er war völlig inakzeptabel.

Die beiden Polizisten, die den Mann in Buffalo zu Boden gestoßen hatten, wurden suspendiert. Ihnen werde Körperverletzung vorgeworfen, berichteten US-Medien. Beide plädierten vor einem Gericht in der Stadt im Bundesstaat  New York auf nicht schuldig. Der Mann, ein Friedenaktivist names Martin Gugino, war mit Blutungen am Kopf auf dem Bürgersteig liegengeblieben. Zahlreiche Polizisten aus Buffalo stellten sich demonstrativ hinter ihre beiden Kollegen.

Ein Polizeibeamter stößt einen 75-Jährigen Mann, der daraufhin schwerverletzt am Boden liegen bleibt am 04.06.2020

Polizeigewalt in den USA -
Polizeigewalt in den USA: Knien und Knüppeln
 

Bei Protesten verletzen US-Polizisten einen 75-Jährigen schwer. Tags zuvor solidarisierten sie sich noch mit Demonstranten.

von Nils Metzger

USA kommen nicht zur Ruhe

Seit Tagen kommt es in zahlreichen US-Städten zu Demonstrationen gegen Rassismus, Polizeigewalt und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser war der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am 25. Mai.

Bei einer Trauerfeier in Houston nehmen Familie und Freunde Abschied von Floyd.

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