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Nach Einsatz in Portland - Trump schickt Sicherheitskräfte nach Chicago

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Nachdem US-Präsident Trump bereits Sicherheitskräfte nach Portland geschickt hat, schreitet er nun auch in Chicago ein. Die Bürgermeister hätten die Lage nicht im Griff, so Trump.

Die US-Regierung wird "Hunderte" Sicherheitskräfte des Bundes in die Stadt Chicago verlegen. Damit solle einer Welle der Gewalt in der Millionenmetropole begegnet werden, erklärte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Dort habe es zuletzt eine "schockierende Explosion an Tötungen" und Gewaltverbrechen mit Schusswaffengebrauch gegeben, sagte Trump.

Dieses Blutvergießen muss ein Ende haben.
Donald Trump

Chicagos Bürgermeisterin Lori Lightfoot hatte sich zuvor klar gegen eine Entsendung der paramilitärisch anmutenden Sicherheitskräfte des Bundes ausgesprochen. Auf Twitter schrieb die Demokratin am Dienstag:

Ich werde Donald Trumps Truppen unter keinen Umständen erlauben, nach Chicago zu kommen und unsere Bürger zu terrorisieren.
Lori Lightfoot

Klagen gegen das Vorgehen der Regierung Trump

In einem politisch sehr ungewöhnlichen Schritt hatte die Regierung bereits gegen den erklärten Willen der Stadt Sicherheitskräfte nach Portland im Westküstenstaat Oregon entsandt. Chicago dürfte zunächst auch keine juristische Handhabe gegen die Entsendung der Kräfte des Bundes haben. In Oregon sind aber bereits Klagen gegen das teils brutale Vorgehen der Bundestruppen anhängig, unter anderem von der Justizministerin des Bundesstaats.

Einsatz von US-Bundespolizei in Portland. Archivbild

Ausschreitungen in Portland - Bundesbeamte gehen gegen Demonstranten vor 

Nachdem der Präsident gegen den Willen der lokalen Regierung Bundesbeamte nach Portland geschickt hat, wird die Kritik an der Aktion immer lauter. Trump will den Einsatz ausweiten.

Alica Jung, Washington

Der Republikaner Trump, der sich im November um eine zweite Amtszeit bemüht, wirbt im Wahlkampf mit dem Einsatz für Sicherheit, Recht und Ordnung. Er wirft den Demokraten vor, Großstädte protestierenden "Anarchisten" und Gewalttätern zu überlassen.

Trump kündigte am Mittwoch an, die Regierung werde einigen Kommunen zusätzliche Mittel für die Einstellung von Polizisten zur Verfügung stellen. Zudem sollen Kräfte des Bundes bald auch in andere Städte entsandt werden, kündigte Trump an - ohne weitere Details zu nennen.

Gewalt in Chicago

Erst am Dienstag waren bei einer Schießerei in Chicago 15 Menschen teils schwer verletzt worden. Bei einem separaten Zwischenfall wurde ein dreijähriges Mädchen angeschossen. In Chicago kommt es bei Auseinandersetzungen rivalisierender Gangs zu vielen Gewaltverbrechen.

Trump kündigte zudem an, Hunderte Bundespolizisten auch nach Albuquerque im Staat New Mexico entsenden zu wollen. In der von Demokraten geführten Stadt sei die Lage ebenso außer Kontrolle geraten, sagte der US-Präsident.

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