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Trump widerspricht US-Gesundheitsbehörde

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Streit um Corona-Impfstoff - Trump widerspricht US-Gesundheitsbehörde

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Schon ab Oktober soll ein Corona-Impfstoff bereit sein, verspricht US-Präsident Trump. Er widerspricht damit dem Chef der Gesundheitsbehörde - und bezeichnet ihn als "verwirrt".

Donald Trump am 16.09.2020 in Washington (USA)
Donald Trump steht für seinen Umgang mit der Corona-Krise stark in der Kritik.
Quelle: epa

US-Präsident Donald Trump hat bekräftigt, dass er bereits in den kommenden Wochen mit einem Corona-Impfstoff in den Vereinigten Staaten rechnet. Die USA stünden kurz vor der Fertigstellung eines Serums, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Mit den Impfungen könne "irgendwann im Oktober" oder kurz danach begonnen werden.

Gesundheitsbehörde: Corona-Impfstoff erst 2021

Mit seinen Äußerungen widersprach Trump den Aussagen des Chefs der US-Gesundheitsbehörde Robert Redfield. Dieser hatte zuvor in einer Kongressanhörung zwar gesagt, erste Impfungen gegen das Coronavirus könnten gegen Jahresende starten. Allerdings nur beschränkt auf kleine Bevölkerungsgruppen, etwa beim Gesundheitspersonal.

Voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres könnten die Impfungen bei der allgemeinen Bevölkerung beginnen. Bis dahin blieben das Tragen einer Schutzmaske, Händewaschen und Abstandhalten "die beste Verteidigung gegen dieses Virus", schrieb Redfield später auf Twitter.

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Trump: Behördenleiter "war verwirrt"

Trump sagte über Redfields Äußerungen: "Ich glaube, er war verwirrt." Der Behördenleiter habe "einen Fehler gemacht", als er von einer allgemeinen Impfstoffeinführung erst Mitte kommenden Jahres sprach. "Das ist einfach inkorrekte Information." Der Präsident erwarte einen Impfstoff in drei bis vier Wochen, sagte er bereits am Dienstag im Fernsehsender "ABC News".

Trump steht wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus im Land stark in der Kritik. In den Umfragen zur Präsidentschaftswahl am 3. November liegt er hinter seinem Herausforderer Joe Biden zurück. Die oppositionellen Demokraten äußerten deshalb bereits die Befürchtung, Trump übe massiven Druck auf Forscher und Gesundheitsbehörden aus, damit möglichst bald ein Impfstoff zugelassen wird.

Auf der ganzen Welt wird an einem Impfstoff gegen Covid-19 geforscht. In Deutschland wird wohl erst Mitte 2021 ein Impfstoff für eine breite Mehrheit zur Verfügung stehen.

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Biden wirft Trump Instrumentalisierung vor

Biden spricht Trump wegen dessen Umgang mit der Corona-Krise die Eignung für das höchste Staatsamt ab.

Die erste Aufgabe des Präsidenten besteht darin, das amerikanische Volk zu schützen, und das wird er nicht tun.
Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten

Der demokratische Präsidentschaftskandidat beschuldigte Trump, die Suche nach einem Corona-Impfstoff für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Er glaube dessen Äußerungen nicht, wonach schon in wenigen Wochen ein Impfstoff zur Verfügung stehen soll. Das Zulassungsverfahren müsse sich an wissenschaftlichen und Sicherheitsstandards orientieren, nicht an der Politik, forderte der frühere Vizepräsident.

USA hart von Corona-Pandemie getroffen

Die USA sind mit 6,63 Millionen verzeichneten Neuinfektionen und fast 200.000 gezählten Todesfällen das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

Trump wird vorgeworfen, die Gefahr durch den neuartigen Erreger lange unterschätzt zu haben und die Bürger immer wieder mit Äußerungen über angeblich vielversprechende Behandlungsmethoden in die Irre zu führen. In jetzt veröffentlichten Interviews mit dem berühmten Enthüllungsjournalisten Bob Woodward gestand er ein, die Gefahr durch die Pandemie bewusst heruntergespielt zu haben.

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