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Trump liefert sich Streit über Medikament

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Coronavirus-Pandemie - Trump liefert sich Streit über Medikament

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Der US-Präsident bewirbt einen fraglichen Wirkstoff im Kampf gegen Covid-19, auf Widerworte reagiert er aggressiv. Mike Pence indes richtet aufmunternde Worte an die Bevölkerung.

US-Präsident Trump hört einer Rede von Anthony Fauci zu. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten spricht im Weißen Haus zum Thema Therapiemöglichkeiten im Falle einer Coronavirus-Erkrankung.
US-Präsident Donald Trump und Anthony Fauci (am Rednerpult) während einer Ansprache zum Coronavirus.
Quelle: epa

US-Präsident Donald Trump hat sich vor laufenden Kameras einen Streit mit dem Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten geliefert. Anthony Fauci wurde bei einem Briefing mit Trump gefragt, ob das von Trump erwähnte Medikament Hydroxychloroquin die vom Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 verhindern könne. Faucis Antwort war ein glattes Nein. Es habe noch keine klinischen Tests gegeben. "Deswegen können Sie wirklich keine definitive Stellungnahme dazu abgeben", fügte er hinzu.

Trump dagegen bezeichnete sich als Fan der Arznei, die gegen Malaria entwickelt worden ist. Faucis Aussage sei zwar zu 100 Prozent korrekt, aber:

Es ist ein starkes Medikament.
Donald Trump, US-Präsident

"Ich habe ein gutes Gefühl damit. Das ist alles nur ein Gefühl. Sie wissen, ich bin ein schlauer Typ. Ich habe ein gutes Gefühl. ... Sie werden das noch früh genug sehen", sagte er.

Ein Mitarbeiter der Firma CureVac arbeitet am 12.03.2020 an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

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Während das Coronavirus sich ausbreitet, arbeiten Forscher weltweit unter Hochdruck an einem Impfstoff. Wie weit sind sie? Und: Wann ist er auf dem Markt? Hier der aktuelle Stand.

von Marcel Burkhardt

Eine endgültige Prüfung des Medikaments steht aus

Fauci dagegen sagte, er schließe Hydroxychloroquin zwar nicht aus, aber es müsse erst untersucht werden, ehe man Versprechen mache. Eine endgültige Prüfung stehe noch aus.

Wegen der Coronakrise hat Kalifornien eine Ausgangssperre verhängt:

In vielen europäischen Staaten sind die Menschen seit Kurzem dazu angehalten, zu Hause zu bleiben. In den USA hat Kalifornien nun als erster Bundesstaat eine Ausgangssperre verkündet.

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Trump verbrachte große Teile des Briefings damit, sich mit Reportern herumzustreiten, denen er vorwarf, sein Vorgehen in der Krise übertrieben kritisch zu begleiten. Eine Bitte, direkt diejenigen anzusprechen, die derzeit isoliert und verängstigt zu Hause sitzen, verbat er sich. "Ich denke, Sie geben ein ganz schlechtes Signal an das amerikanische Volk", fuhr er den Fragesteller an. "Sie sind ein schrecklicher Reporter." Die US-Bürger brauchten Antworten und Hoffnung.

Aufmunternde Worte von Mike Pence

Sein Vize Mike Pence hatte später nach der gleichen Frage desselben Reporters immerhin den Rat: "Habt keine Angst, seid wachsam." Indes wurde ein Mitarbeiter von Pence positiv auf das Coronavirus getestet. Wie eine Pressesprecherin mitteilte, habe der Angestellte aber weder engen Kontakt zu Trump noch Pence gehabt.

In den USA wurden nach neuen Angaben der Johns Hopkins Universität mehr als 19.000 Infektionsfälle und mindestens 260 Todesfälle (Stand 21.3., 6 Uhr MEZ) registriert - mehr als doppelt so viel wie vor drei Tagen. Nach New York und Kalifornien verhängte auch der US-Bundesstaat Illinois mit der Millionenstadt Chicago nun drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Virus.

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