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US-Präsident Trump ist zurück im Weißen Haus

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Nach drei Tagen im Krankenhaus - US-Präsident Trump ist zurück im Weißen Haus

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Trumps Leibarzt schränkt ein, dass der mit dem Coronvirus infizierte Präsident "noch nicht über den Berg" sei. Trump kündigt aber an, er werde bald wieder den Wahlkampf aufnehmen.

Trump will seine Corona-Infektion im Weißen Haus weiter auskurieren.

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Nach drei Tagen Behandlung hat der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nahe der US-Hauptstadt Washington verlassen. Trump kehrte ins Weiße Haus zurück - wo er demonstrativ vor Reportern seine Schutzmaske abnahm, obwohl er nach wie vor ansteckend sein dürfte.

Auch beim Verlassen des Krankenhauses am frühen Montagabend ballte der 74-Jährige eine Faust, reckte den Daumen in die Höhe und wurde dann zum Weißen Haus geflogen. Offensichtlich wollte Trump mit diesen Gesten Stärke demonstrieren. "Was wir gerade gesehen haben, ist ein Paradebeispiel für Inszenierung", sagt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen aus Washington.

Trump: Umfragewerte sind "Fake"

Unmittelbar zuvor hatte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter angekündigt, dass er bald den Wahlkampf wieder aufnehmen wolle. "Die Fake News zeigen nur die Fake Umfragen", schrieb der Republikaner, der vier Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Umfragen teils 13 Prozent hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden liegt. "Die Wahrheit ist, dass das Team von Donald Trump deutlich zurückliegt in allen Umfragen", berichtet Theveßen.

Trumps Leibarzt Sean Conley sagte, der Präsident sei zwar noch "nicht vollkommen über den Berg". Trump erfülle aber alle medizinischen Kriterien für eine Entlassung. Im Weißen Haus werde es zudem 24 Stunden am Tag eine "medizinische Betreuung auf Weltklasse-Niveau" für den Präsidenten geben.

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Mangelnde Transparenz der Ärzte zu Trumps Erkrankung

In den vergangenen Tagen mussten die Ärzte Angaben zu Trumps Gesundheitszustand mehrfach korrigiert. Viele der Aussagen waren schwammig, teilweise widersprachen sich Ärzte und Mitarbeiter des US-Präsidenten gegenseitig.

Trump, der eine experimentelle Zusammenstellung an Medikamenten gegen seine Covid-19-Erkrankung erhielt, verharmlost auch weiterhin die Pandemie: "Ich fühle mich richtig gut!", twitterte Trump am Montag. Und:

Habt keine Angst vor Covid. Lasst nicht zu, dass es euer Leben beherrscht.
Donald Trump, US-Präsident

Demokratische Politiker verurteilten die Äußerungen angesichts von inzwischen rund 210.000 Corona-Toten in den USA als verantwortungslos. Der Senator Jeff Merkley schrieb, der Einschätzung, "keine Angst" zu haben, dürften sich die Familien der inzwischen mehr als 200.000 Corona-Toten in den USA kaum anschließen.

Trump will seine Erkrankung als Vorteil verkaufen

Das von Trump gesendete Signal sei in den Augen vieler Beobachter "rücksichtslos", betont ZDF-Korrespondent Theveßen. "Der Präsident versucht ein neues Narrativ zu verkaufen. Einseits, was wir schon kennen, Corona ist harmlos. Und zum zweiten versucht er zu vermitteln, er hat jetzt Erste-Hand-Wissen, weil er selbst erkrankt ist."

Kritiker verwiesen darauf, dass Trump eine beispiellose medizinische Versorgung erhielt, während Millionen US-Bürger keine Krankenversicherung haben. Darunter ist der demokratische Senator Chris Murphy: "'Der Kerl lebt in einem Haus mit Spitzenärzten, die 24 Stunden am Tag vor Ort sind. Und er bekommt das alles kostenlos, weil er sich weigert, Steuern zu zahlen."

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"Experten sagen, Trump ist hoch ansteckend," so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen. Trotzdem habe der US-Präsident das Krankenhaus verlassen und nehme den Wahlkampf wieder auf.

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Zweites TV-Duell Trump und Biden

In der kommenden Woche plant Trump, an der zweiten TV-Debatte gegen seinen Herausforderer Biden teilzunehmen.

Der Präsident beabsichtigt, an der Debatte teilzunehmen.
Tim Murtaugh, Sprecher Trump-Wahlkampfteam

Das sagte der Sprecher seines Wahlkampfteams, Tim Murtaugh dem TV-Sender Fox News. Die zweite von drei geplanten Debatten zwischen Trump und Biden ist für den 15. Oktober angesetzt. Diesmal sollen die Kandidaten Fragen von Wählern beantworten.

Unruhe im Weißen Haus wegen Infektionswelle

Im Weißen Haus laufen derweil noch immer Untersuchungen, die das Ausmaß eines Ausbruchs in der US-Machtzentrale klären soll, bei dem im Verlauf einer Woche mehr als ein Dutzend enger Kontakte des Präsidenten mit dem Coronavirus infiziert wurden.

Noch am Montag teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, mit, dass sei positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Sie habe zunächst keine Symptome entwickelt, begebe sich aber in Quarantäne.

Donald Trump und Joe Biden vor einer Wahlgrafik

Trump vs. Biden -
US-Wahl: So steht es in den Umfragen
 

Donald Trump oder Joe Biden - wer wird der nächste Präsident der USA? Der Stand der Umfragen in interaktiven Karten und Grafiken.

von Robert Meyer
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