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US-Wirtschaft in der Krise - Trump verlängert Einwanderungsstopp

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Bis Jahresende werden keine Greencards und zahlreiche Arbeitsvisa für die USA ausgestellt. Präsident Trump will so den durch die Corona-Krise gebeutelten US-Arbeitsmarkt stärken.

US-Präsident Trump spricht zu Anhängern während einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Tulsa.
US-Präsident Trump während einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Tulsa.
Quelle: reuters

US-Präsident Donald Trump verlängert wegen der hohen Arbeitslosigkeit infolge der Coronavirus-Krise den im April verhängten Einwanderungsstopp bis zum Jahresende. Wie ein US-Regierungsvertreter sagte, sollen in diesem Jahr keine sogenannten Greencards mehr ausgegeben werden.

Stopp für Greencard und Arbeitsvisa

Die Maßnahme wird zudem auf eine Reihe von Arbeitsvisa ausgeweitet, unter anderem auf das sogenannte H1-B-Visum, das hauptsächlich im Technologie-Sektor verwendet wird. Bestimmte Berufsgruppen wurden von dem Bann allerdings ausgenommen, darunter im Gesundheitswesen.

Mit den Maßnahmen würden 525.000 Arbeitsplätze für US-Bürger gesichert, sagte der Regierungsvertreter. "Präsident Trump fokussiert sich darauf, Amerikanern so schnell wie möglich wieder zu Arbeit zu verhelfen", heißt es aus Regierungskreisen.

US-Wirtschaft gegen Einwanderungsstopp

Die amerikanische Wirtschaft - darunter große Technologie-Konzerne und die US-Handelskammer - haben sich gegen eine Beschränkung dieser Visa-Arten ausgesprochen und eine zentrale Rolle ausländischer Mitarbeiter betont. Kritiker werfen Trump vor, die Pandemie für sein erklärtes Ziel auszunutzen, die Einwanderung zurückzufahren.

Trump hatte am 22. April ein Dekret für einen mindestens zweimonatigen Einwanderungsstopp unterzeichnet. Damit sollten "amerikanische Arbeiter" vor ausländischer Konkurrenz um Arbeitsplätze geschützt werden. US-Bürger sollten "die ersten in der Schlange für Jobs" sein, wenn sich die US-Wirtschaft wieder erhole, sagte der Präsident jüngst.

Doku | ZDFzeit - Supermächte - America first? 

"America first" lautet die Parole Donald Trumps. Dafür setzt der US-Präsident die führende Rolle der USA als Vormacht des Westens und Ordnungsmacht der Welt aufs Spiel.

Videolänge
43 min

Mehr als 120.000 Corona-Tote in den USA

Die Coronavirus-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben die USA in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt. Die Arbeitslosenquote sprang von 3,5 Prozent vor der Krise auf zwischenzeitlich 14,7 Prozent, ist zuletzt aber auf 13,3 Prozent zurückgegangen.

In den USA sind inzwischen mehr als 120.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, mehr als in jedem anderen Land der Welt.

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