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Erfolge, Misserfolge und die zweite Amtszeit

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Donald Trump im Wahlkampf - Erfolge, Misserfolge und die zweite Amtszeit

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Im November will Donald Trump im Amt bestätigt werden. Dafür braucht er die Unterstützung seiner Anhänger. Hat er deren Erwartungen erfüllt? Ein Blick auf die Top-Wahlversprechen.

US-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Freeland, Michigan.
US-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Freeland, Michigan.
Quelle: AP

Als Außenseiter stieg Donald Trump 2015 in das Rennen um die US-Präsidentschaft ein. Dieses Bild sah er nicht als negativ. Ganz im Gegenteil: Er stellte sich bewusst gegen das Establishment, jene Politiker, die ihre Karriere in Washington DC machen. Diesen politischen "Sumpf" wollte er austrocknen.

Im November 2016 setzte er sich in der Präsidentschaftswahl gegen Hillary Clinton, eine Politikerin, die viele Amerikaner dem Establishment zuordnen, durch. Seine Außenseiter-Rolle sprach viele Wähler an. Jetzt, vier Jahre später, will Trump von eben dieser Wählerschaft im Amt bestätigt werden.

Nach seinem Wahlerfolg 2016 beginnt Trump seinen Krieg gegen das Establishment. Ein messbares Resultat zeigt die neue konservative Mehrheit im Supreme Court.

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Anhänger in Alabama stehen weiter hinter Trump

Im südlichen Bundesstaat Alabama konnte Trump bei der Wahl 2016 viel Unterstützung einfahren. Die Menschen dort fühlten sich vom Establishment im Stich gelassen. Viele hätten "die Politiker und ihre Versprechen einfach satt", sagt Robert Deems, Manager der Rennstrecke "New Hollis Speedway" in Alabama.

Und dann kommt einer wie Trump, kein Berufspolitiker, und mischt alles auf. Das ist gut, sehr gut sogar.
Robert Deems, Trump-Anhänger

Doch ist Trump ein Politiker, der seine Versprechen einhält? Zwei Wahlversprechen schienen seinen Anhängern 2016 besonders wichtig zu sein: "Drain the swamp" und "Build the wall", also der Krieg gegen das Establishment und die Grenzmauer zu Mexiko.

Auf dem Foto ist ein Stück Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zu sehen. Sie steht im Sunland Park, New Mexico.

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Trumps Grenzmauer: Wie ist der Stand?
 

Eine Mauer zwischen den USA und Mexiko: Trumps Wahlversprechen 2016. Viele Stimmen hatte er damit gewonnen. Uns jetzt? Bislang stehen gerade mal 300 Kilometer.

Trumps Krieg gegen das Establishment geht im Amt weiter

Der erste dieser Slogans ist für den US-Präsidenten weiterhin Programm. Kaum im Amt, feuerte Trump eine Reihe derjeniger, die von seinem Vorgänger Barack Obama auf ihre jeweiligen Posten berufen worden waren. Der FBI-Direktor James Comey war einer der ersten, seither hat eine Rekordzahl von Mitarbeitern ihre Posten geräumt.

Trump ist sich der Macht der sozialen Medien bewusst. Immer wieder nutzt er Twitter als eine politische Waffe, auch in seinem Krieg gegen das Establishment.

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Immobilienmogul, Fernsehstar, US-Präsident - die Persona Donald Trump ist komplex. Von den Anfängen in New York bis zur angestrebten Wiederwahl 2020: der US-Präsident im Porträt.

von Caroline Leicht

Trump erreicht seine Anhänger über Twitter

Auf Twitter erreicht Trump die Menschen direkt und rund um die Uhr. Das mache ihn für seine Anhänger "authentisch", so Sean Spicer, Trumps ehemaliger Pressesprecher im Weißen Haus.

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Sehen Trumps Anhänger also auch eine Umsetzung dieses Wahlversprechens? "Er hat auf jeden Fall seinen Krieg gegen das Establishment hart geführt. Das sehen seine Anhänger", erklärt Rachel Tausendfreund von der Stiftung German Marshall Fund.

Trump "wie besessen" von Grenzmauer

Der andere Slogan, "Build the wall" ("Baut die Mauer"), war eine Konstante in Trumps Wahlkampf 2016. Trump versprach, die illegale Einwanderung an der Grenze zu Mexiko zu stoppen. Er wolle eine Mauer entlang der Grenze bauen. Viele von Trumps Anhängern sehen in der illegalen Einwanderung eine Bedrohung für den amerikanischen Arbeitsmarkt und die Wirtschaft.

US-Präsident Trump hat ein Stück der Mauer zum Nachbarland Mexiko besucht. Er zeigte sich zufrieden mit dem Bauwerk und erklärte es für bedeutend im Kampf gegen das Coronavirus.

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Für Trump war die Mauer eines seiner wichtigsten Wahlkampfversprechen. "An allererster Stelle stand für ihn diese Mauer, von der war er wie besessen", erinnert sich Omarosa Manigault, die auch 2017 Kommunikationsdirektorin im Weißen Haus war.

Bau der Mauer stockt - Negative Bilanz für Trump?

Den Bau der Mauer hat Trump begonnen, doch fertig ist sie noch lange nicht. Der US-Kongress hat Gelder für den weiteren Bau der Mauer blockiert, immer wieder landete die Debatte auch vor Gericht. Trumps Wahlversprechen, Mexiko für die Kosten aufkommen zu lassen, stellte sich ebenfalls als Sackgasse heraus.

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"Mit Blick auf Trumps Bilanz würde ich mit diesem Top-Versprechen anfangen, das ich Tausende Male im Wahlkampf gehört habe. Und hier steht fest: Er hat einfach nicht geliefert", meint Omarosa Manigault.

Trump versprach, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, um die Masseneinwanderung zu stoppen - doch was ist daraus geworden?

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Trumps Anhänger von Wiederwahl überzeugt

Hat Trump also schlechtere Chancen auf eine Wiederwahl? Robert Deems jedenfalls plant, erneut für ihn zu stimmen. Er selbst ist überzeugt von Trumps Bilanz, vor allem im Hinblick auf die Wirtschaft. "Trump wird im November gewählt", sagt Deems. Daran habe er keine Zweifel.

Ob Deems mit seiner Wahlprognose recht behält, wird sich im November zeigen. Bisher liegt Trump in Umfragen hinten - doch das war auch 2016 der Fall.

Der Autorin auf Twitter folgen: @carolineleicht.

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