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Trump stoppt Anti-Rassismus-Kurse

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US-Präsident lässt Gelder kürzen - Trump stoppt Anti-Rassismus-Kurse

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Die Rassismus-Debatte spaltet die USA und beherrscht den Wahlkampf. Nun geht Präsident Trump gegen "un-amerikanische Propaganda" vor - und stoppt Anti-Rassismus-Kurse für Behörden.

Donald Trump am 04.09.2020 in Washington
US-Präsident Trump lässt Anti-Rassismus-Training für Bundesbehörden einstellen.
Quelle: picture alliance/MediaPunch

Die US-Regierung will auf Anweisung von Präsident Donald Trump Anti-Rassismus-Schulungen der Bundesbehörden ein Ende bereiten. Dabei handle es sich um "spalterische, anti-amerikanische Propaganda", heißt es in einer Anweisung des Direktors des Haushaltsamtes (OMB), Russell Vought.

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Behörden sollen Kurse identifizieren und aufkündigen

Es gehe um Kurse, die sich mit dem Thema "weißes Privileg" befassten oder suggerierten, die USA seien "von Natur aus ein rassistisches oder schlechtes Land" oder, dass Angehörige einer Hautfarbe von Natur aus rassistisch seien. Alle Behörden sollten Kurse solcher "von Steuerzahlern finanzierter Indoktrinierung" identifizieren und schnellstmöglich aufkündigen, erklärte Vought. Die Bundesregierung sei stolz, Menschen aller Hautfarben, Volksgruppen und Religionen zu beschäftigen, hieß es weiter.

Trump schrieb auf Twitter zu den Schulungen: "Es kann nicht erlaubt werden, dass diese Krankheit weitergeht." Er forderte dazu auf, Hinweise auf solche Kurse schnell zu melden, "damit wir dem schnell ein Ende bereiten können". Trump verbreitete zudem etwa 20 Tweets konservativer Medien und Persönlichkeiten, die die Entscheidung seiner Regierung lobten.

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Debatte um Rassismus prägt die USA

Seit der Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai ist es in den USA zu einer intensiven Debatte um Rassismus und landesweiten Protesten gekommen. Aktivisten, viele Schwarze und die Demokraten fordern daher einen Kampf gegen "strukturellen Rassismus" im Land.

Wegen wiederholter Fälle von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner bestimmt die Rassismus-Debatte auch den Wahlkampf vor der Präsidentschaftswahl am 3. November. Während US-Präsident Trump versucht, sich als "Präsident für Recht und Ordnung" in Szene zu setzen, warf sein demokratischer Herausforderer Joe Biden ihm wiederholt vor, die Gewalt aus politischen Gründen zu schüren.

Trump suggerierte zuletzt, dass Proteste gegen Rassismus "unamerikanisch" seien. Die benachteiligte Minderheit der Schwarzen und Afroamerikaner macht etwa 13 Prozent der US-Bevölkerung aus. Schwarze US-Bürger haben im Durchschnitt wesentlich weniger Einkommen und Vermögen und sind weniger gesund als weiße Amerikaner. Viele Experten führen dies auf die historische Benachteiligung Schwarzer zurück.

Nach dem Fall George Floyd stehen die USA an einem Scheideweg: Wird sich diesmal wirklich etwas ändern an Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA?

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