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Rassistische Gerüchte - Trump stellt Harris' Eignung infrage

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Schon bei Obama hatte Trump versucht, mit einer rassistischen Verschwörungstheorie dessen Eignung anzuzweifeln. Nun nimmt er die Vize-Kandidatin der Demokraten Harris ins Visier.

US-Senatorin Kamala Harris.
In den USA geboren: Senatorin Kamala Harris
Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat offen in Frage gestellt, ob die demokratische Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris als Tocher von Einwanderern die zweithöchste Position im Staat besetzen darf. Bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Verschwörungstheorie angesprochen, sagte Trump im Weißen Haus, er habe "gehört, dass sie nicht die Anforderungen erfüllt". Er halte die Gerüchte für "äußerst gravierend".

ZDF-Korrespondentin Britta Jäger über das Präsidentschaftskandidatenduo der Demokraten.

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Trump will Verschwörungstheorie prüfen

"Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt", führte der Präsident aus. Er hätte erwartet, dass die oppositionellen Demokraten "das überprüfen, bevor sie (Harris) als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten ausgewählt wird." Die Frage sei "sehr ernst", er werde sich das "anschauen". Einen Anwalt, der die Theorie zu Harris verbreitet hatte, bezeichnete der Präsident als "hoch qualifizierten, sehr talentierten" Juristen.

Die Verschwörungstheorie ist falsch. Harris wurde 1964 als Tochter von Einwanderern aus Jamaika und Indien im kalifornischen Oakland geboren. Die Senatorin ist damit US-Bürgerin und darf gemäß Verfassung auch Präsidentin der Vereinigten Staaten werden.

In Delaware warf Harris US-Präsident Trump Versagen in der Corona-Krise und Führungsschwäche vor.

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Anwälte: Zweifel an Harris "rassistische Metapher"

Für Anwälte, die den Fall Harris geprüft haben, steht deren Eignung für das Weiße Haus außer Frage. "Punkt, Ende der Geschichte, Basta, Ausrufezeichen!", sagte Jessica Levinson, Professorin an der Loyola Law School. Wenn man ehrlich sei, handele es sich doch nur um eine rassistische Metapher, die man auftische, wenn es eine nichtweiße Kandidatin gebe, deren Eltern keine Staatsbürger seien.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte Harris am Dienstag als Vize-Kandidatin vorgestellt. Biden und die schwarze Senatorin ziehen damit gemeinsam in den Wahlkampf gegen Trump, der sich bei der Wahl am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt.

Kommentar -
Donald Trumps Angstgegnerin
 

Kamala Harris könnte erste Vizepräsidentin der USA werden - das macht Donald Trump Angst, sagt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen in seinem Kommentar aus Washington.

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von Elmar Theveßen

Parallelen zur "Birther"-Bewegung gegen Obama

Trump war in der Vergangenheit bereits einer der Hauptverfechter der "Birther"-Theorie, die in rechten Kreisen weit verbreitet war. Laut dieser mit rassistischen Untertönen versehenen Theorie wurde der frühere Präsident Barack Obama nicht in den USA geboren und hätte damit nicht Präsident werden dürfen.

Trump und andere forderten vehement eine Veröffentlichung von Obamas Geburtsurkunde - einer Forderung, die der im US-Bundesstaat Hawaii geborene Präsident schließlich nachkam. Nur nach wachsendem Druck während seiner Präsidentschaftskandidatur 2016 distanzierte sich Trump von der Behauptung.

"Man merkt die Unruhe bei den Republikanern vielleicht darin, wie sie reagieren", so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen. Auch Trump sei nervös.

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