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Kommentar zum Impeachment : Donald Trumps Angriff auf Amerika

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Die Senatoren müssen es mit ihrem Gewissen ausmachen, ob sie den Ex-Präsidenten verurteilen. "Donald Trump hat den Abzug betätigt", kommentiert USA-Korrespondent Elmar Theveßen.

Kommentar: Elmar Theveßen zu Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
Kommentar: Elmar Theveßen zu Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
Quelle: ZDF/Uncredited/Senate Television/AP/dpa

Wer ein Gewissen hat und ein Herz, der hat Tränen in den Augen. Die Beweisvideos und -tonbänder beim Impeachment-Prozess dokumentieren die Wut, die Menschenverachtung, die Gewalt, die verzweifelten Hilferufe der Polizisten, die Todesangst der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter.

Und sie zeigen, wie knapp Amerika am 6. Januar 2021 dem Umsturz entgangen ist. Nur Sekunden trennten die Aufständischen von Mike Pence und Nancy Pelosi, die das zweit- und dritthöchste Amt im Staat innehaben. Die Rufe der Extremisten machen unmissverständlich klar: Beide wären an diesem Tag wohl ermordet worden und viele andere Politiker mit ihnen, wenn sie dem Mob in die Hände gefallen wären.

Am 11. September 2001 hatten islamistische Terroristen versucht, das Allerheiligste der amerikanischen Demokratie, das Kapitol, anzugreifen. Was ihnen nicht gelang, weil mutige Passagiere an Bord von United Airlines Flug 93 das Cockpit stürmten, das hätten die hausgemachten Terroristen vor ein paar Wochen beinah geschafft.

[Dramatische neue Aufnahmen zeigen, wie der Mob im Kapitol wütete - im Video:]

Die Aufnahmen zeigen, wie radikale Trump-Anhänger am 6.Januar gewaltsam in das Kapitol eindrangen, Polizisten attackierten und durch das Parlament zogen.

Beitragslänge:
1 min
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Trumps Rolle vor dem Angriff auf das Kapitol

Sie hätten diesen Anschlag nicht verübt, …

… wenn Donald Trump nicht lange vor der Wahl schon ihre Zweifel geschürt hätte.

… wenn Donald Trump und viele republikanische Politiker sie nicht danach mit dreisten, perfiden Lügen aufgewiegelt hätten.

… wenn Donald Trump sie nicht höchstpersönlich für den 6. Januar nach Washington gerufen hätte.

… wenn Donald Trump die Demokraten, kritische Republikaner und seinen eigenen Vizepräsidenten nicht zu Feinden des Volkes erklärt hätte.

… wenn Donald Trump die Masse bei der Kundgebung am Weißen Haus nicht mit einem antisemitischen Hetzvideo angeheizt hätte.

… wenn Donald Trump sie nicht aufgefordert hätte, Zitat, „zum Capitol“ zu ziehen und den „Diebstahl zu stoppen“.

… wenn Donald Trump nicht gesagt hätte: „Wenn Ihr nicht kämpft wie der Teufel, dann habt Ihr kein Land mehr.“

Es war Trumps Mob, seine Waffe, und er hat den Abzug betätigt.

"Trump ist schuld an diesem Angriff auf die Demokratie"

Und danach tat er nichts, gar nichts, um seine Horden zu stoppen, obwohl er mit seinem Amtseid geschworen hatte, die Demokratie gegen alle Feinde zu verteidigen.

Natürlich steht die Verteidigung des Ex-Präsidenten noch aus. Und am Ende ist nicht ausschlaggebend, ob irgendjemand bei der Beweisaufnahme Tränen in den Augen hat. Am Ende wird politisch entschieden, ob all das reicht und ob es machttaktisch nützlich ist, Donald Trump zu verurteilen. Das müssen die Senatoren mit ihrem Gewissen ausmachen.

Aber wer ein Gewissen hat, ein Herz und, ja, auch den Verstand, der weiß: Donald John Trump ist schuld an diesem Angriff auf die Demokratie und das Blut der Opfer klebt an seinen Händen.

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