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Corona und Kinder - Facebook löscht Trump-Botschaft

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Facebook hat eine Botschaft von US-Präsident Trump zur Corona-Pandemie gelöscht. Bei der Veröffentlichung handele es sich um eine "schädliche" Falschinformation über das Virus.

US-Präsident Trump spricht zu Journalisten während eines Corona-Briefings.
Kommt mit seinen Botschaften bei Facebook & Co. nicht mehr uneingeschränkt durch: US-Präsident Trump
Quelle: reuters

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. In dem Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus "fast immun", weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten.

Facebook: Verstoß gegen die Regeln

Facebook indes erklärte, die "falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist", verstoße gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen. Kinder können sich auch mit dem Virus infizieren, haben aber in der Regel eher milde Symptome - sie sind nicht "immun".

Auch auf Twitter schien Trumps Video-Ausschnitt am Mittwochabend wieder gelöscht zu sein. Eine Unternehmenssprecherin sagte nach Angaben der "Washington Post", Twitter habe die Löschung verlangt.

Jeder kennt ihn und sein Unternehmen: Mark Zuckerberg und Facebook. 2004 als studentisches Projekt geplant, wurde die Plattform zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Welt.

Beitragslänge:
41 min
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Trump relativiert seine Bemerkung

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus bemühte sich Donald Trump am Abend, seine Bemerkung zu relativieren. Er verwies auf die zumeist milden Krankheitsverläufe bei Kindern. Trump wiederholte aber seine Forderung, dass die Schulen im Land zum normalen Unterricht zurückkehren sollten.

In vielen Großstädten hatten Schulbezirke wegen der Pandemie bereits angekündigt, das neue Schuljahr nicht wie gewohnt mit reinem Präsenzbetrieb zu beginnen.

Kampf der Netzwerke gegen Falschmeldungen

Facebook und Twitter gehen seit einiger Zeit verstärkt gegen irreführende und manipulative Inhalte auf ihren Seiten vor. Anders als Twitter war Facebook aber bisher sehr zurückhaltend im Umgang mit Trumps Posts. Twitter hatte einige Tweets von Trump wegen Gewaltverherrlichung mit einem Warnhinweis versehen oder diese einem Faktencheck unterzogen. Trump kritisiert dies als Zensur.

In der vergangenen Woche löschten Facebook und Twitter ein vom Präsidenten geteiltes Video, in dem Ärzte für den Einsatz des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin gegen das Coronavirus warben. Viele Forscher ziehen den Nutzen von Hydroxychloroquin im Kampf gegen die Pandemie stark in Zweifel.

Globaler Werbeboykott gegen Facebook

Besonders Facebook steht unter massivem Druck, gegen falsche und manipulative Inhalte vorzugehen. Gegen das Unternehmen läuft ein weltweiter Werbeboykott, mit dem die Beseitigung solcher Inhalte erreicht werden soll. An dem Boykott beteiligen sich zahlreiche Großunternehmen.

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