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"Nicht noch mehr Schmerz und Spaltung"

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Trumps Besuch in Kenosha - "Nicht noch mehr Schmerz und Spaltung"

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Die Familie des durch Polizeischüsse verletzten Jacob Blake übt beim Besuch des US-Präsidenten in Kenosha scharfe Kritik. Trump selbst lobt derweil die Polizisten vor Ort.

US-Präsident Trump ist nach Kenosha gereist. Vor neun Tagen hatte dort ein weißer Polizist einem schwarzen Mann sieben Mal in den Rücken geschossen. Daraufhin kam es zu schweren Unruhen. Nun wird eine weitere Eskalation befürchtet.

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US-Präsident Donald Trump hat die Stadt Kenosha besucht, die nach Polizeischüssen auf einen Schwarzen von teils gewaltsamen Protesten erschüttert worden war.

Begleitet von einem massiven Sicherheitsaufgebot machte Trump sich am Dienstag in der Stadt im Bundesstaat Wisconsin ein Bild von den Zerstörungen infolge von Ausschreitungen. So ließ er sich niedergebrannte Geschäfte zeigen und sprach mit den Besitzern.

Trump-Anhänger und Gegner in Kenosha auf den Straßen

In der Stadt gingen sowohl Anti-Rassismus-Demonstranten der Bewegung Black Lives Matter als auch Trump-Anhänger auf die Straße. Schon die Straße vom Flughafen in die Innenstadt war von Anhängern des Präsidenten und von Gegendemonstranten gesäumt. Ein Trump-Gegner hielt ein Schild mit der Aufschrift "Lügner" in die Höhe.

Kenosha in Wisconsin: Ein Schwarzer wird durch Polizeischüsse schwer verletzt. Nur ein paar Tage später erschießt ein weißer 17-Jähriger zwei Menschen. Wie kann das sein?

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Der Gouverneur von Wisconsin und der Bürgermeister von Kenosha hatten Trump von der Visite abgeraten, weil sie eine Zunahme der Spannungen befürchteten. Trump hielt aber an der Reise knapp zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl fest.

Trump trifft sich nicht mit Familie von Jacob Blake

Den Besitzern eines niedergebrannten Geschäfts versprach er am Dienstag rasche Hilfe. Über die Polizisten vor Ort sagte der Präsident, sie hätten einen "fantastischen Job" gemacht. Trump besuchte auch das in einer Schule eingerichtete Kommandozentrum der Sicherheitskräfte in Kenosha.

Dort sagte der 74-Jährige, manche würden Recht und Ordnung als "zwei furchtbare Worte" ansehen. Sie seien aber "schön". Ein Treffen Trumps mit der Familie des in Kenosha durch Polizeischüsse schwer verletzten Afroamerikaners Jacob Blake war nicht geplant. Ein Onkel des Mannes, Justin Blake, sagte:

Wir brauchen nicht noch mehr Schmerz und Spaltung von einem Präsidenten, der seinen Wahlkampf auf Kosten unserer Stadt voranbringen will.
Jacob Blakes Onkel Justin

US-Präsident Trump besucht die Stadt Kenosha in Wisconsin, wo nach wie vor heftige Proteste gegen Polizeigewalt stattfinden. Dazu ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

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Blake durch sieben Schüsse in den Rücken verletzt

Ein weißer Polizist hatte den 29-jährigen Blake am 23. August durch sieben Schüsse in den Rücken schwer verletzt. Der erneute Fall von Polizeigewalt gegen Schwarze löste Empörung und Proteste aus, die teilweise in Gewalt ausarteten.

Am Rande der Proteste wurden in der vergangenen Woche zwei Menschen erschossen, als Tatverdächtiger wurde ein 17-jähriger Weißer festgenommen. Der mit einem Sturmgewehr bewaffnete Teenager hatte sich offenbar einer selbsternannten Bürgerwehr angeschlossen, die nach eigenen Angaben Geschäfte vor Randalierern schützen wollte.

Biden weist Trumps Anschuldigungen zurück

Kenosha steht beispielhaft für die Spannungen im Land, die Trumps Regierungszeit prägen. Kritiker werfen Trump vor, die Spannungen gezielt anzuheizen, um sich im Wahlkampf als Garant für Recht und Ordnung in Szene setzen zu können.

Trump beschuldigt die oppositionellen Demokraten von Präsidentschaftskandidat Joe Biden, in von ihnen regierten Städten nicht hart genug gegen Randale und Ausschreitungen vorzugehen. Er warnt, bei einem Wahlsieg Bidens am 3. November drohten die USA in Chaos und Anarchie zu versinken.

Biden wies dies am Montag energisch zurück und machte Trump für die Gewalt im Land mitverantwortlich: "Er kann die Gewalt nicht stoppen, weil er sie seit Jahren schürt", sagte der frühere Vizepräsident.

Glaubt irgendjemand, dass es in den USA weniger Gewalt geben wird, wenn Donald Trump wiedergewählt wird?
Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten
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