ZDFheute

Trump verteidigt Schützen von Kenosha

Sie sind hier:

Vor Besuch in Wisconsin - Trump verteidigt Schützen von Kenosha

Datum:

US-Präsident Donald Trump hat den 17-jährigen mutmaßlichen Schützen von Kenosha verteidigt. Er stellte die Schüsse als Notwehr dar - und will die Stadt heute besuchen.

60 Tage verbleiben bis zur US-Präsidentschaftswahl. Demokrat Biden verurteilt Gewalt, Trump verteidigt den Schützen von Kenosha. Es ist eine turbulente letzte Wahlkampf-Phase.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

US-Präsident Donald Trump hat den mutmaßlichen Schützen verteidigt, der bei einem Protest gegen Rassismus in der Stadt Kenosha zwei Menschen erschossen haben soll. Dieser habe in Notwehr gehandelt. Die Demonstranten hätten ihn "sehr gewalttätig" angegriffen und er "wäre wohl getötet worden", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Die Untersuchungen liefen noch, fügte er hinzu.

Trump hat angekündigt die Stadt in Wisconsin am Dienstag zu besuchen - obwohl ihn der demokratische Gouverneur des Bundesstaats sowie der Bürgermeister zuvor gebeten hatten, nicht zu kommen.

In Kenosha hat die Polizei nach den tödlichen Schüssen einen 17-Jährigen festgenommen. Er wird verdächtigt, zwei Menschen bei einer Anti-Rassismus-Demonstration getötet zu haben.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Familie von Blake will nicht mit Trump sprechen

In der Stadt war es zu Unruhen gekommen, nachdem ein Polizist am 23. August dem Afroamerikaner Jacob Blake (29) siebenmal in den Rücken geschossen hatte. Der Vorfall löste Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus, es kam zu Unruhen. Am Rande dieser Proteste soll der 17-jährige Kyle R. zwei Menschen erschossen und eine weitere Person verletzt haben. Sein Anwalt spricht von Selbstverteidigung.

Bei seinem geplanten Besuch in Kenosha will Trump unter anderem Vertreter der Sicherheitskräfte treffen. Die Familie von Blake, der nach Angaben seiner Angehörigen nach den Schüssen der Polizei gelähmt bleiben wird, wollte Trump nicht treffen. Sie hätten darauf bestanden, nur im Beisein eines Anwalts mit ihm zu sprechen, sagte er.

Trump: "Liebe und Respekt" für Kenosha

Dem Republikaner Trump wird vorgeworfen, den Rassismus in den USA kleinzureden. Bei seiner Pressekonferenz etwa sagte er, das Problem sei vor allem die "linksgerichtete Indoktrination" in Schulen und Universitäten.

Viele junge Amerikaner sind Lügen beigebracht worden, wonach Amerika ein böses und von Rassismus geplagtes Land sein soll.
US-Präsident Donald Trump

Fragen, ob sein Besuch in Kenosha wegen der angespannten Lage nicht für weitere Unruhen sorgen könnte, verneinte Trump. Seine Visite könne "Liebe und Respekt für unser Land steigern", sagte er.

Trumps Besuch nicht erwünscht

Gouverneur Evers hatte Trump aufgerufen, den Besuch abzusagen. In einem offenen Brief schrieb er am Sonntag:

Ich bin besorgt, dass ihre Anwesenheit unsere Heilung nur behindern wird.
Tony Evers, Gouverneur von Wisconsin

Auch Bürgermeister John Antaramian sprach sich gegen den Besuch aus. Es sei zu früh, zunächst müssten die jüngsten Wunden heilen, sagte er am Montagabend im Gespräch mit CNN.

Proteste als Argument im US-Wahlkampf

Trump stellt sich vor der Wahl im November als Präsident für Recht und Ordnung dar. Seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden wirft er vor, dass Amerika unter ihm nicht sicher wäre. Biden wiederum kritisierte am Montag Trump: "Dieser Präsident hat vor langer Zeit jegliche moralische Führung in diesem Land eingebüßt. Er kann die Gewalt nicht stoppen - weil er sie jahrelang geschürt hat."

Zwei Demonstranten getötet -
Kenosha: 17-Jähriger unter Mordverdacht
 

Er gehört möglicherweise einer weißen Bürgerwehr an und soll bei den Anti-Rassismus-Protesten zwei Menschen getötet haben: In Kenosha steht ein 17-Jähriger unter Mordverdacht.

Videolänge
2 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.