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Soldaten-Affäre - Trump will Rauswurf von Fox-News-Journalistin

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US-Medien werfen Präsident Trump vor, Veteranen als "Trottel" verunglimpft zu haben. Der fordert die Entlassung einer Journalistin von Fox News.

Donald Trump am 04.09.2020 in Washington
Donald Trump wehrt sich gegen Vorwürfe, US-Kriegstote als "Verlierer" bezeichnet zu haben.
Quelle: picture alliance/MediaPunch

Im Streit um einen Bericht des "Atlantic", wonach Donald Trump gefallene US-Soldaten als "Verlierer" und "Trottel" bezeichnet haben soll, hat der US-Präsident nun die Entlassung einer Fox-News-Journalistin gefordert.

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Trump: US-Soldaten nie "Trottel" oder "Verlierer" genannt

Trump zog am Samstag bei Twitter Jennifer Griffins Berichterstattung in der Sache in Zweifel und kritisierte, dass sie das Weiße Haus in Bezug auf die angeblichen Aussagen nie um Bestätigung gebeten habe. In dem umstrittenen Bericht der Zeitschrift "The Atlantic" vom vergangenen Donnerstag hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, Trump habe anlässlich eines geplanten Besuchs eines amerikanischen Soldatenfriedhofs in Frankreich 2018 gesagt:

Warum sollte ich auf diesen Friedhof gehen? Er ist voller Verlierer.

Später habe er die mehr als 1.800 US-Marinesoldaten, die ihr Leben in der Schlacht im Wald von Bellau im Ersten Weltkrieg verloren hatten, als "Trottel" bezeichnet. Sein Herausforderer im US-Wahlkampf kritisierte das mit scharfen Worten als "krank".

Trump nennt "Atlantic"-Bericht eine "Fake-Story"

Trump hatte den "Atlantic"-Bericht am Freitag im Weißen Haus als "Fake-Story" zur Beeinflussung der Präsidentenwahl im November bezeichnet. Die Fox-Journalistin Griffin hatte indes ebenfalls am Freitag in Bezug auf den "Atlantic"-Artikel bei Twitter geschrieben, zwei ehemalige Trump-Mitarbeiter hätten ihr bestätigt, dass der Präsident Veteranen verunglimpft habe.

Griffin zitierte unter anderem einen Regierungsmitarbeiter, der ihr gesagt habe, Trump habe Veteranen in der Vergangenheit als "Trottel" bezeichnet. Das Wort sei allerdings in Verbindung mit dem Vietnamkrieg gefallen. Trump habe dazu gesagt: "Es war ein dummer Krieg. Alle, die teilgenommen haben, waren Trottel."

Trump monierte bei Twitter, dass Griffin damit den "anzüglichsten Teil" des "Atlantic"-Beitrags nicht habe beweisen können und verwies auf einen entsprechenden Bericht der Internetplattform "Breitbart". First Lady Melania Trump verteidigte ihren Mann ebenfalls in dem sozialen Netzwerk. Die Geschichte des "Atlantic" sei nicht wahr, schrieb sie am Samstag. Es sei eine gefährliche Zeit, wenn anonymen Quellen geglaubt werde, ohne dass man deren Motivation kenne. "Das ist kein Journalismus - das ist Aktivismus", schrieb Melania Trump weiter. So werde dem Land nur Schaden zugefügt.

US-Wahlen: Joe Biden bei Soldaten beliebter als Trump

Dem in der Regel Trump-freundlichen Sender Fox News warfen Kritiker vor, Griffins Recherchen nicht prominent präsentiert zu haben. Das Verhältnis von Trump zu den Streitkräften des Landes ist kompliziert. Der Präsident betont immer wieder, er habe das Militär gestärkt und mit mehr Geld ausgestattet. Allerdings kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten mit der militärischen Führung und zu offenen Auseinandersetzungen mit angesehenen Ex-Generälen.

Eine kurz vor dem "Atlantic"-Artikel veröffentlichte Umfrage der "Military Times" und des Veteranen-Instituts der Syracuse University hatte ergeben, dass nur 37,4 Prozent der aktiven Armeemitglieder für Trumps Wiederwahl sind. 43,1 Prozent ziehen demnach seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden vor.

Die Debatte hat in den US "heftige Reaktionen" ausgelöst, wie der USA-Korrespondent des ZDF, Elmar Theveßen, berichtet im Video:

US-Präsident Trump bestreitet, gefallene US-Soldaten „Verlierer“ genannt zu haben. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet, wie das im Land aufgenommen wird.

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