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Trump heizt Stimmung gegen Gouverneurin an

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Nach vereitelter Entführung - Trump heizt Stimmung gegen Gouverneurin an

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Erst letzte Woche soll das FBI ihre Entführung vereitelt haben: Nun heizt US-Präsident Trump die Stimmung gegen Michigans demokratische Gouverneurin Whitmer weiter an.

Donald Trump bei einer Wahlkampfkundgebung auf dem Flughafen von Muskegon County im US-Bundesstaat Michigan
US-Präsident Trump hat bei einer Wahlkampveranstaltung in Michigan Stimmung gegen die Gouverneurin gemacht.
Quelle: Alex Brandon/ dpa

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Michigan Stimmung gegen die dortige demokratische Gouverneurin Gretchen Whitmer gemacht.

"Ihr müsst eure Gouverneurin dazu bringen, euren Staat zu öffnen", rief Trump seinen Anhängern in Muskegon zu und spielte damit auf Maßnahmen gegen das Coronavirus an. Daraufhin skandierten seine Anhänger: "Sperrt sie ein!" Trumps sagte: "Sperrt sie alle ein."

Mit der Parole "Sperrt sie ein!" hatten Trump-Unterstützer im Wahlkampf vor vier Jahren dessen Herausforderin Hillary Clinton bedacht.

Extremisten sollen Entführung von Gouverneurin Whitmer geplant haben

Erst vergangene Woche hatten Ermittlungen der Bundespolizei FBI und des Justizministeriums in Michigan zur Festnahme von mehr als einem Dutzend Verdächtigen geführt, die unter anderem die Entführung von Gouverneurin Whitmer und den Sturm auf das Parlament in Lansing geplant haben sollen.

"Ich glaube, sie sagten, sie wurde bedroht", sagte Trump, als die Rufe erneut aufbrandeten. "Und sie hat mir die Schuld gegeben!"

Rechtsextremisten wollten die Gouverneurin des US-Bundesstaates Michigan, Gretchen Withmer, entführen und einen Bürgerkrieg anzetteln. Die geplante Verschleppung der Trump-Kritikerin zeigt, wie vergiftet und hasserfüllt das Klima in den USA ist.

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Trump: "Befreit Michigan!"

Whitmer hatte Trump vorgeworfen, in der Corona-Pandemie Wut angefacht zu haben. Trump hatte im Frühjahr Proteste gegen Whitmers Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus angeheizt und etwa auf Twitter "Befreit Michigan!" geschrieben.

Am Samstag meldete sich Whitmer auf Trumps Äußerungen auf Twitter zu Wort:

Das ist genau die Rhetorik, die das Leben von mir, meiner Familie und anderer Regierungsbeamter in Gefahr gebracht hat. Es muss aufhören.
Gretchen Whitmer, Gouverneurin von Michigan

Trump-Wahlkampf trotz Corona-Pandemie

Weniger als drei Wochen vor der US-Wahl hält Trump ungeachtet der anhaltenden Pandemie in besonders umkämpften Bundesstaaten Auftritte ab.

Michigan erlebt derzeit einen dramatischen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen. Am Freitag waren nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mehr als 2.000 nachgewiesen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie

Demonstranten protestieren in Washington gegen US-Präsident Donald Trump und für Frauenrechte. Sie halten Plakate in die Höhe, in denen sie zur Abwahl Trumps aufrufen und an die verstorbene US-Richterin Ruth Bader Ginsburg erinnern.

Women's March gegen Trump -
Zehntausende demonstrieren für Frauenrechte
 

In den USA haben Zehntausende gegen Donald Trump und für Frauenrechte demonstriert. Das gemeinsame Ziel: Den Präsidenten und "seine frauenfeindliche Politik" abwählen.

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