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Neue Enthüllungsbuch - Hat General Trumps Atom-Zugriff beschränkt?

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Nach dem Kapitol-Sturm soll US-Generalstabschef Milley Ex-Präsident Trumps' Zugriff auf Atomwaffen beschränkt haben. Das sagt Investigativ-Journalist Woodward in seinem neuen Buch.

Der ehemalige US-Präsident Trump (M.) während einer Rede in Washington mit James McConville (h. l.) und Mark Milley.
Donald Trump (M.) mit den Generälen Mark Milley (h. r.) und James McConville.
Quelle: reuters

US-Generalstabschef Mark Milley soll laut Medienberichten aus Sorge vor einem Krieg mit China im Geheimen Maßnahmen gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ergriffen haben.

Wie die "Washington Post" und der Sender "CNN" am Dienstag unter Berufung auf ein noch nicht veröffentlichtes Buch berichteten, kontaktierte Milley seinen chinesischen Kollegen und wies zuständige Kommandeure an, einen nuklearen Angriffsbefehl nicht ohne Rücksprache mit ihm auszuführen.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump stand von Anfang an in Verdacht, nicht die Interessen der USA zu verfolgen, sondern seine eigenen und die fremder Mächte.

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28 min
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US-Kontakte zu chinesischem Militär?

Der renommierte Investigativjournalist Bob Woodward und sein Co-Autor Robert Costa schreiben laut den Berichten in ihrem Buch "Peril" (Gefahr), Milley habe zweimal den chinesischen General Li Zuocheng angerufen.

In einem ersten Gespräch am 30. Oktober, wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl, sagte er Li demnach: "General Li, Ich will Ihnen versichern, dass die US-Regierung stabil ist und alles in Ordnung sein wird. (...) Wir werden Sie nicht angreifen oder irgendwelche kriegerischen Operationen gegen Sie unternehmen."

Unsicherheit nach Sturm auf das Kapitol

Zwei Monate später, nachdem Trump-Anhänger das US-Kapitol gestürmt hatten, rief Milley den Berichten zufolge erneut bei Li an. "Wir sind einhundert Prozent stabil. Alles ist gut", soll er seinem chinesischen Kollegen gesagt haben. Um Peking zu überzeugen, habe Milley sogar die Verschiebung einer US-Militärübung veranlasst.

Darüber hinaus ordnete der Generalstabschef laut des Buchs seine zuständigen Kommandeure an, ihn zunächst zu informieren, wenn Trump von seiner Befugnis Gebrauch machen wolle, einen Atomschlag anzuordnen. Milley soll sich aus Sorge um mögliche irrationale Handlungen Trumps auch mit den Spitzen der Geheimdienste CIA und NSA abgestimmt haben.

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3 min
von Nils Metzger

Telefonat zwischen Milley und Pelosi

Den Autoren des Buches lag laut den Berichten auch eine Abschrift eines Telefonats zwischen Milley und der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, vor. "Sie wissen, dass er verrückt ist", soll die Abgeordnete der US-Demokraten Milley zwei Tage nach dem Sturm aufs Kapitol gesagt haben.

"Wenn sie ihn nicht einmal von einem Angriff auf das Kapitol abhalten konnten, wer weiß, was er sonst noch alles tun könnte?" Der Mitschrift zufolge antwortete Milley, er stimme ihr "in allen Punkten zu". Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab.

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