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Mutmaßlicher Steuerbetrug - Anklage gegen Trump-Organisation

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Über mindestens 15 Jahre soll die Trump-Organisation systematisch Steuern hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft in New York erhebt Anklage.

Allen Weisselberg (M) im New Yorker Gericht.
Allen Weisselberg (M) im New Yorker Gericht.
Quelle: Barry Williams/Pool The Daily News/AP/dpa

Nach jahrelangen Ermittlungen erhebt die Staatsanwaltschaft in New York erstmals Anklage gegen die Geschäftspraktiken der Trump-Organisation. In der Anklage wird dem Konzern sowie seinem Finanzchef Allen Weisselberg vorgeworfen, über mindestens 15 Jahre systematisch Steuern hinterzogen zu haben. Dabei geht es um Abgaben auf Leistungen im Wert von mehr als 1,7 Millionen US-Dollar.

Trump selbst bislang nicht angeklagt

Weisselberg und die Trump-Organisation plädieren auf "nicht schuldig". Ex-US-Präsident Donald Trump ist zwar nicht persönlich angeklagt. Dazu könnte es theoretisch aber noch zu einem späteren Zeitpunkt kommen.

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Die 24-seitige Anklageschrift umfasst 15 Anklagepunkte, darunter Steuerbetrug, Dokumentenfälschung, Verschwörung und Diebstahl. Darin heißt es unter anderem:

Der Zweck des Systems bestand darin, Weisselberg und andere Führungskräfte der Trump-Organisation auf eine Art und Weise zu entschädigen, die 'nicht in den Büchern' stand.
Auszug aus der Anklageschrift

Die Begünstigten hätten demnach erhebliche Teile ihres Einkommens auf indirekte und verschleierte Weise erhalten, die der Steuerbehörde nicht gemeldet worden seien. Bei den nicht besteuerten Leistungen handelte es sich unter anderem um Zahlungen für Apartments, Autos oder die Schulausbildung von Angehörigen.

Trump spricht von "politischer Hexenjagd"

Der 73-Jährige, der bereits seit 1973 für die Trump-Familie arbeitet, soll über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren keine Steuern auf solche geldwerten Vorteile von insgesamt 1,76 Millionen Dollar gezahlt haben.

Die Staatsanwaltschaft hofft, Weisselberg zur Kooperation und Aussage gegen Trump bewegen zu können, um seine eigenen Aussichten in dem Fall zu verbessern. Er gilt neben Familienangehörigen als Schlüsselfigur des Unternehmens.

Trump selbst sprach indes von einer "politischen Hexenjagd". Ein Sprecher der Trump Organization erklärte, Weisselberg werde als "Schachfigur" in einer Strategie der "verbrannten Erde" benutzt, um Trump zu schaden.

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Ermittlungen gegen Trump-Organisation bereits seit 2019

Die erwartete Anklage gegen die Trump-Organisation ist die Folge einer mehr als zweijährigen Untersuchung des Manhattaner Bezirksstaatsanwalts Cyrus Vance. Die Ermittlungen hatten mit Untersuchungen gegen den ehemaligen Trump-Anwalt Michael Cohen wegen Schweigegeldzahlungen an Frauen begonnen, die angeblich Affären mit Trump gehabt haben sollen.

Dann wurden sie auf möglichen Steuer-, Banken- und Versicherungsbetrug durch die Trump Organization ausgeweitet. Trumps langjähriger Privatanwalt Michael Cohen hatte im Februar 2019 bei einer Kongressanhörung ausgesagt, Trump habe den Wert seiner Immobilien je nach Interesse zu hoch oder zu niedrig angegeben.

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