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Trumps neue Sprecherin: Werde Sie nie belügen

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Weißes Haus - Trumps neue Sprecherin: Werde Sie nie belügen

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Die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses verspricht, Journalisten nicht zu belügen. Sie hielt ihre erste Pressekonferenz ab - die letzte ist 417 Tage her.

Kayleigh McEnany bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus
Kayleigh McEnany bei ihrer ersten Pressekonferenz im Weißen Haus.
Quelle: AP

Die neue Sprecherin des Weißen Hauses will die seit mehr als einem Jahr ausgesetzten Pressekonferenzen wiederbeleben und verspricht, dabei nicht zu lügen. "Ich werde Sie nie belügen", sagte Kayleigh McEnany bei ihrer ersten Pressekonferenz im Briefing-Raum des Weißen Hauses. "Darauf haben Sie mein Wort."

Sie plane, weitere Pressekonferenzen abzuhalten. "Es ist meine Aufgabe, Ihnen die Denkweise des Präsidenten (Donald Trump) nahe zu bringen, diese Fakten zu vermitteln, damit der Präsident eine faire und akkurate Berichterstattung erhält und damit die Amerikaner faire und akkurate Informationen erhalten."

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Allerdings nahm sie es mit der Wahrheit nicht ganz so genau, als sie auf den Tweet von Trump zu bewaffneten Demonstranten in Michigan angesprochen wurde. Er hatte geschrieben: "Befreit Michigan". In einem anderen Tweet: "Befreit Virginia, und rettet euren großartigen zweiten Verfassungszusatz" - dieser garantiert das Recht auf Waffentragen. McEnany sagte dazu, Trump habe nur generell das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit betonen wollen.

US-Präsident Trump will sein tägliches Corona-Briefing offenbar nicht fortsetzen. Er stellte auf Twitter die Berichterstattung zu seinen Pressekonferenzen in Frage.

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Erste Konferenz nach langer Pause

Traditionell stellten sich Sprecher des Weißen Hauses regelmäßig den Fragen von Journalisten im Briefing-Raum. McEnanys Vor-Vorgängerin Sarah Sanders beendete diese Praxis allerdings. Sanders' letzte kurze Pressekonferenz im Weißen Haus fand - nach einer langen Pause - am 11. März 2019 statt, also vor 417 Tagen.

Sanders hatte im Juni vergangenen Jahres ihren Rücktritt als Sprecherin erklärt. Ihre Nachfolgerin, Stephanie Grisham, war weniger als ein Jahr lang im Amt und hielt in dieser Zeit keine einzige Pressekonferenz ab. Sie ist inzwischen wieder auf ihren vorherigen Posten als Sprecherin von First Lady Melania Trump zurückgekehrt.

In Michigan forderten Hunderte Menschen ein schnelles Ende der strengen Corona-Maßnahmen. Die teils bewaffneten Demonstranten besetzten das Repräsentantenhaus in Lansing.

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Lob von Fox News

McEnany übernahm das Amt als Sprecherin des Weißen Hauses im April. Sie war bis dahin Sprecherin des Wahlkampfteams von Trump, der bei der Präsidentschaftswahl im November für eine zweite Amtszeit kandidiert. McEnany sagte, sie habe Zugang zu Trump. "Ich bin fast den ganzen Tag mit dem Präsidenten zusammen."

Lob für McEnanys erstem Auftritt im Briefing-Raum kam unmittelbar danach von Trumps Lieblingssender Fox News: "Ich denke, sie hat sehr gute Arbeit geleistet", sagte die Moderatorin.

Donald Trump hat Mediziner mit Ideen zu möglichen Behandlungsmethoden für Corona-Patienten fassungslos gemacht. Trump schlug vor, zu prüfen, ob man Desinfektionsmittel spritzen könnte.

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Injektion von Desinfektionsmittel und andere Ideen

Seit Beginn der Corona-Krise hat Trump selbst fast täglich Pressekonferenzen abgehalten, die teilweise mehr als zwei Stunden andauerten. US-Medien berichteten, Berater hätten ihm von diesen Auftritten abgeraten, weil sie seinem Image schadeten.

Besonders galt das, nachdem Trump kürzlich die Frage aufwarf, ob es hilfreich sein könnte, Menschen im Kampf gegen das Coronavirus Desinfektionsmittel zu spritzen. Trump will sich am Sonntagabend bei einer virtuellen "Town Hall"-Veranstaltung von Fox News unter dem Motto "Amerika gemeinsam: Rückkehr zur Arbeit" Wählerfragen stellen.

Trumps eigene Aussagen sind nicht immer vertrauenswürdig, das galt bereits vor der Corona-Krise. Die Faktenchecker der "Washington Post" haben ihm seit seinem Amtsantritt Anfang 2017 bis Anfang vergangenen Monats 18.000 falsche oder irreführende Aussagen nachgewiesen.

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