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Trump beschimpft Gegner

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Nach Impeachment-Erfolg - Trump beschimpft Gegner

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US-Präsident Trump hat das Impeachment-Verfahren gewonnen. Am Donnerstag ließ er keine Gelegenheit verstreichen, um seine Gegner zu beschimpfen.

Donald Trump am 06.02.2020 in Washington
Donald Trump
Quelle: Reuters

US-Präsident Donald Trump hat die Demokraten nach seinem Freispruch im Amtsenthebungsverfahren hart attackiert. Die Demokraten seien "boshaft und gemein", sagte Trump am Donnerstag bei einer Ansprache im Weißen Haus. "Sie sind verdammt boshaft." Den demokratischen Impeachment-Anklageführer Adam Schiff beschimpfte Trump als "boshafte und furchtbare Person". Auch Oppositionsführerin Nancy Pelosi sei "furchtbar". Er sei von Anfang an "sehr unfair" behandelt worden, sagte Trump in seiner offenbar über weite Teile improvisierten Rede.

Attacken auch gegen Romney

Trump machte sich auch über den republikanischen Senator Mitt Romney lustig, der als einziger Konservativer für seine Amtsenthebung gestimmt hatte. Der US-Senat hatte Trump am Mittwoch mit der Mehrheit der Republikaner in der Ukraine-Affäre freigesprochen. Die für eine Amtsenthebung notwendige Zweidrittelmehrheit wurde bei beiden Anklagepunkten Amtsmissbrauch und Behinderung des Kongresses klar verfehlt. Die Republikaner hatten sich trotz aller Belege für ein Fehlverhalten Trumps hinter den Präsidenten gestellt.

Trump hatte den republikanischen Senator Mitt Romney bereits beim sogenannten Gebetsfrühstück scharf attackiert. "Ich mag Leute nicht, die ihren Glauben als Rechtfertigung für etwas verwenden, von dem sie wissen, dass es falsch ist", sagte Trump in Washington.

"Eid vor Gott"

Romney hatte am Mittwoch als einziger republikanischer Senator für eine Amtsenthebung Trumps wegen der Ukraine-Affäre gestimmt. Der Mormone begründete dies mit seinem Glauben: Er habe sich mit einem Eid vor Gott verpflichtet, im Impeachment-Prozess "unparteiisch Gerechtigkeit" zu üben. Trump habe sich in der Ukraine-Affäre "eines schockierenden Missbrauchs des öffentlichen Vertrauens schuldig gemacht".

Ich mag Leute nicht, die ihren Glauben als Rechtfertigung für etwas verwenden, von dem sie wissen, dass es falsch ist.
Donald Trump

Für seine Entscheidung wurde Romney vom Trump-Lager massiv angefeindet. Präsidentensohn Donald Trump junior forderte einen Parteiausschluss Romneys. Der Präsident selbst teilte auf Twitter ein Video, in dem Romney als Abtrünniger dargestellt wird, der sich nur als Republikaner ausgebe und im Auftrag der Demokraten die Trump-Regierung habe "infiltrieren" wollen.

Kommentar von Elmar Theveßen

Kommentar -
Die Grand Old Party ist nur noch ein Kult
 

US-Präsident Donald Trump ist freigesprochen von allen Anklagepunkten. Und doch ist es kein Sieg auf der ganzen Linie - ein Republikaner hat mit ihm und seiner Partei gebrochen.

von Elmar Theveßen

Der Senator selbst hatte deutlich gemacht, dass er mit solchen Gegenreaktionen rechnet. "Mir ist bewusst, dass es Leute in meiner Partei gibt, (...) die meine Entscheidung heftig missbilligen werden, und in manchen Kreisen wird man mich vehement anprangern.

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