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Die Szenarien : Wie Trumps Chancen auf ein Comeback stehen

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Plant Donald Trump die Rückkehr auf die große Bühne? Mit einer Kandidatur 2024 scheint er zumindest zu liebäugeln. US-Politikexpertin Casey Dominguez über die Comeback-Chancen.

Donald Trump, Ex-Präsident der USA. Archivbild
Ex-US-Präsident Donald Trump (Archivbild).
Quelle: Evan Vucci/AP/dpa/Archivbild

Es will nicht so richtig still werden um Donald Trump: Zuletzt die Klage gegen Twitter, Facebook und Google, dazu die Ermittlungen gegen die Trump-Organisation. Und inmitten von alledem: immer wieder Spekulationen über eine erneute Kandidatur Trumps bei der Wahl 2024.

Ein politisches Comeback des 75-Jährigen - tatsächlich nicht auszuschließen. Bis heute weigert sich Trump, seine Wahlniederlage gegen Joe Biden einzuräumen. Trump verbreitet die Verschwörungserzählung, er sei durch massiven Betrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Wiederholt macht er dazu - wohl ganz bewusst - Andeutungen, er denke über eine erneute Kandidatur nach.

Option 1: Präsidentschaftskandidat der Republikaner

Der Weg zurück an die Spitze der US-Politik? Wenn, dann dürfte er am ehesten über eine Nominierung der Republikanischen Partei führen, sagt Politikwissenschaftlerin Casey Dominguez.

Präsidentschaftskandidat der Republikaner, eigene Partei, Einfluss über die Familie: Drei Wege, wie Ex-US-Präsident Donald Trump ein politisches Comeback hinlegen könnte.

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Trumps Einfluss und Ansehen innerhalb seiner Partei sei immer noch groß. Das habe er etwa im Mai bewiesen, als die Republikaner Trumps parteiinterne Kritikerin Liz Cheney aus der Fraktionsführung warfen. "Sie tun und sagen, was er will", sagt Dominguez. Trumps Chancen, die Vorwahlen zu gewinnen, stünden deshalb sehr gut. Stand heute.

Option 2: Kandidat einer neugegründeten Partei

Trotzdem hält sich auch ein anderes Gerücht: Trump plane, eine eigene Partei zu gründen. Bei seinem Abschied aus dem Weißen Haus sei der Name "Patriot Party" gefallen, berichteten Medien. Damit könnte Trump 2024 unabhängig vom Rückhalt der Republikanischen Partei antreten.

Bei der ersten Großkundgebung seit dem Ende seiner Präsidentschaft scharrt Trump in Ohio seine Anhängerschaft um sich.

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Trump selbst bestreitet solche Pläne. Vor allem aber ist der Nutzen fraglich, sagt Casey Dominguez: "Wenn die Republikanische Partei ihm gegenüber so loyal ist, dass sie Leute, die gegen ihn sind, hinausdrängt, warum sollte er dann eine eigene Partei brauchen?"

Trumps Chancen bei der US-Wahl 2024 ungewiss

Vor einem Problem stehe Trump allerdings nach seiner Nominierung - gleich unter welcher Fahne er antritt: Es bleibe unklar, ob er bei der Präsidentschaftswahl selbst irgendeine Chance hätte. "Immerhin hat er die letzte ja nicht gewonnen", so Dominguez.

Unter anderem dürfte Trump im Wahlkampf damit konfrontiert werden, dass zwei Mal ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Ganz zu schweigen von den strafrechtlichen Ermittlungen, die gegen ihn und seine Organisation laufen.

Option 3: Machtzuwachs ohne eigene Kandidatur

Deshalb könnte der Ex-Präsident nach anderen Wegen suchen, um seinen Einfluss in der US-Politik über die Republikanische Partei hinaus auszuweiten. Mit seiner Familie zum Beispiel.

Trumps ältester Sohn, Donald Trump Jr., gilt für viele als aussichtsreicher Kandidat für einen Sitz im US-Senat. Unter den Anhängern seines Vaters genießt er laut Berichten große Popularität, genau wie Trumps jüngste Tochter Ivanka und die Schwiegertochter des 75-Jährigen, Lara.

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Vorbilder gibt es genug in der amerikanischen Geschichte. Kennedy, Clinton, Bush: Amerika ist Politikerdynastien alles andere als abgeneigt. Politikwissenschaftlerin Dominguez bezweifelt jedoch, dass ein politisches Amt eines seiner Familienangehörigen Trump die Macht geben würde, nach der er strebt.

Trump als Pelosi-Nachfolger: "unwahrscheinlich"

Sie hält zudem ein Szenario für schwer vorstellbar, das Trumps Anhänger erst vor Kurzem ins Spiel brachten: Trump als Vorsitzender des Repräsentantenhauses nach den Midterm-Elections 2022.

Zwar sei es technisch möglich, dass jemand, der kein Abgeordneter der Kammer ist, zum Vorsitzenden gewählt würde.

Aber das wäre eine ziemlich außergewöhnliche Ablehnung der historischen Art und Weise, wie das Repräsentantenhaus arbeitet.
Casey Dominguez, Politikwissenschaftlerin

Für Dominguez bleibt damit eine erneute Präsidentschaftskandidatur der aussichtsreichste Weg für Trump - zu noch mehr Einfluss, als er ohnehin noch hat. Leichtfertig dürfte er sich trotzdem nicht dafür entscheiden. Eine erneute Niederlage würde er als Schmach empfinden, sagen einige in seinem Umfeld: Wenn er keinen klaren Weg zu einem Sieg sehe, dann werde Trump auch nicht antreten.

Das Interview mit Casey Dominguez führte Nina Niebergall.

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