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Mehr Briefwahl, mehr Betrug?

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Vorwahlen in den USA - Mehr Briefwahl, mehr Betrug?

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In den USA finden zurzeit die letzten Vorwahlen vor der Präsidentenwahl im November statt. Aus Sorge wegen Corona wählen viele per Brief. Dagegen macht der Präsident nun Kampagne.

Archiv: Briefwahlunterlagen in den USA
Die Briefwahl lehnt Präsident Trump bei den US-Wahlen ab.
Quelle: Imago

Seit Anfang April twittert Präsident Trump immer wieder über ein Thema: die Briefwahl. Gefährlich, angreifbar für Betrüger und leicht zu fälschen, nennt er sie.

"Die Briefwahl ist meiner Meinung nach korrupt, die Briefe werden gesammelt und Menschen unterschreiben sie einfach so. Es gibt viele Fälschungen, es ist schrecklich", so Trump. Dafür gibt es keine Beweise. So hat Twitter im Mai einen von Trumps Tweets markiert. "Lesen sie die Fakten über die Briefwahl", pinnt nun an der Nachricht.

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Nicht nur Trump sieht Briefwahl skeptisch

Wie viele das tatsächlich erreicht, ist fraglich. Bei der Vorwahl in Delaware scheinen die Menschen gespalten. Es gab hier zwar viel Zuspruch für das Briefwahlangebot, aber mindestens genauso viele vor dem Wahllokal in der Hauptstadt Dover zitieren die immergleichen Sätze, ganz wie der Präsident.

Richard Harpster, der selbst für die Republikaner in Delaware kandidieren will, meint, die Briefe gingen oft verloren oder werden falsch ausgezählt. Und Ellen ist der Meinung, dass zu viele Stimmzettel ausgeteilt würden und niemand wisse genau, wohin sie am Ende verschwinden.

Joe Biden, Kandidat der Demokraten

Vorwahlen der US-Demokraten -
Biden überzeugt in Delaware und New Jersey
 

Joe Biden kämpft in einem ungewöhnlichen Wahljahr um die Nominierung der US-Demokraten zur Präsidentschaftswahl. Nun konnte er sich weitere Unterstützung der Wähler sichern.

von Caroline Leicht

Kaum Fälle von Briefwahlbetrug bekannt

Fakt ist, es sind kaum dokumentierte Fälle von Briefwahlbetrug bekannt. Zudem erlauben 29 Staaten und der District of Columbia Wählern, ihre Stimmzettel zu verfolgen, um sicherzustellen, dass sie am Ende empfangen werden. 14 Staaten und D.C. ermöglichen den Wählern sogar, ihre Stimmzettel persönlich abzugeben, wenn sie der Post nicht vertrauen.

Ein Beispiel, die konservative Heritage Foundation, die selbst vor den Risiken der Briefwahl gewarnt hat, hat insgesamt nur 14 Fälle von versuchten Postbetrug aus rund 15,5 Millionen in Oregon abgegebenen Stimmzetteln festgestellt, seit der Staat 1998 mit der Briefwahl begonnen hat.

Trotz Coronavirus gegen Briefwahl

Ralph Artigliere vom Wahlbüro in Delaware bezweifelt, dass sich jemand für eine einzige Stimme überhaupt die Mühe macht, zu versuchen sie zu fälschen, "lohnt sich das? – Nein!".

Während die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in den USA nach wie vor steigen, sind viele aber auch froh, dass es nun mehr Möglichkeiten gibt, zu wählen, ohne physisch anwesend sein zu müssen. Hatty, der lieber direkt im Wahllokal wählt, weil es für ihn zu seinen demokratischen Rechten dazu gehört, wundert sich, wieso Präsident Trump sich so an dem Thema abarbeitet. "Trump und sein Team haben doch selbst schon per Briefwahl gewählt."

Die USA verzeichnen einen weiteren Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. In den stark betroffenen Bundestaaten kommen Krankenhäuser an ihre Grenzen.

Beitragslänge:
2 min
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Wahlen in den USA: Hoffnung auf ein anderes Leben

Das Wichtigste scheint für viele in diesem Jahr der US-Wahlen aber zu sein, überhaupt wählen zu können. "Ich möchte endlich ein anderes Leben für uns alle - und dass der Rest der Welt nicht mehr über uns lacht", sagt Corinne.

Kayla wünscht sich endlich ein bisschen mehr Ruhe. "Egal ob du weiß, schwarz, braun oder blau bist, dass wir als Land wieder zusammenkommen, das wäre mein größter Wunsch."

Der Autorin auf Twitter folgen @Alica_Jung

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