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Einreisestopp für Europäer - Trumps Kehrtwende in Sachen Corona

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Die USA verhängen wegen des Coronavirus ein Einreiseverbot - aus allen Staaten des europäischen Schengen-Raums. Dabei hatte Trump das Virus bis vor wenigen Tagen noch verharmlost.

Die USA reagieren auf die fortschreitende Corona-Pandemie und verhängen ein Einreisestopp für Menschen aus Schengen-Ländern. Das Verbot gilt für 30 Tage und soll am Freitag in Kraft treten.

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In nur wenigen Tagen hat US-Präsident Trump seine Haltung in Sachen Coronavirus komplett gewandelt. Nachdem er lange Zeit behauptet hatte, die Lage werde überzogen dargestellt, verkündete er heute plötzlich einen Einreisestopp. "Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen", sagte Trump in einer Ansprache an die Nation. Dies gelte jedoch nicht für Reisende aus Großbritannien. Auch US-Bürger, die sich in Europa aufhalten, sollen nachdem sie entsprechend getestet worden sind, einreisen dürfen.

In einer Mitteilung des Weißen Haus in Washington heißt es konkret: "Die Einreisebeschränkungen betreffen alle, die sich innerhalb der letzten 14 Tage im Schengen-Raum aufgehalten haben". Demnach sind neben Briten etwa auch Kroaten, Iren und Bulgaren von dem Verbot ausgenommen.

Die Europäische Union missbilligt die Tatsache, dass die US-Entscheidung eines Einreisestopps einseitig und ohne Rücksprache getroffen wurde.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel

Die Spitzen der Europäischen Union reagierten mit deutlicher Kritik auf das Verbot. "Das Coronavirus ist eine globale Krise, die nicht auf einen Kontinent begrenzt ist und Zusammenarbeit statt einseitiger Aktionen nötig macht", erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel. "Die Europäische Union missbilligt die Tatsache, dass die US-Entscheidung eines Einreisestopps einseitig und ohne Rücksprache getroffen wurde. Die Europäische Union handelt entschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen."

Ein "ausländisches Virus"

Trump hatte der Europäischen Union in seiner Rede vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Gefahr durch das Virus reagiert und Reisebeschränkungen für China erlassen zu haben. Die neuen Infektionen in den USA seien auf Reisende aus Europa zurückzuführen, so der Präsident. Auch wenn sich das Virus inzwischen global ausgebreitet hat und die offiziell bestätigten Zahlen auch in den USA täglich steigen, bezeichnete Trump das Coronavirus als "ausländisches Virus".

Nach seiner Rede twitterte der US-Präsident, Handel und Frachtverkehr seien nicht von dem Verbot betroffen. "Die Restriktionen stoppen Menschen, keine Waren", schrieb Trump.

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Noch vor drei Tagen gab es für Trump trotz aller Warnungen keinerlei Anlass zur Sorge. Er verharmloste das Virus im Vergleich zur Grippe. Vielmehr sah er darin mal wieder einen Angriff der Demokraten und Medien auf sich und seine Politik.

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Trump selbst forderte seine Kontrahenten im US-Wahlkampf dazu auf, das Coronavirus nicht zum Thema zu machen. "Wir müssen die Politik beiseite lassen, die Parteilichkeit stoppen und uns als eine Nation und eine Familie vereinen", erklärte er. Er sagte geplante Veranstaltungen in den Bundesstaaten Colorado und Nevada ab.

NBA setzt Spiele aus

Konsequenzen aus dem sich rasant ausbreitenden Coronavirus zog auch die US-Basketball-Liga NBA: Alle Spiele der laufenden Saison werden ausgesetzt. Auslöser war die Erkrankung eines Spielers der Mannschaft Utah Jazz. Außerdem gab das Unternehmen Twitter seinen Mitarbeiter weltweit die Anweisung, von zu Hause aus arbeiten.

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Ärzte und Krankenschwestern am 22.04.2020 in einem Krankenhaus in Barcelona
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