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Trump stichelt gegen Deutschland

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Wahlkampf in Tulsa - Trump stichelt gegen Deutschland

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Donald Trump ist zurück im Wahlkampf. George Floyds Namen erwähnt er kein einziges Mal bei seiner ersten Kundgebung seit Monaten. Dafür bekommt Deutschland eine Breitseite ab.

US-Präsident Trump hat seinen Wahlkampf neu gestartet. 19.000 Menschen kamen zu einer Massekundgebung in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma - und damit auch das Coronavirus?

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US-Präsident Donald Trump hat bei seiner ersten Massenkundgebung seit Beginn der Corona-Krise seine Kritik an Deutschland erneuert. Trump bekräftigte bei dem Auftritt in Tulsa (Oklahoma) seine Pläne, fast 10.000 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Der US-Präsident sagte, Deutschland schulde der Nato wegen unzureichender Verteidigungsausgaben in den vergangenen 25 Jahren in Wahrheit "eine Billion Dollar".

Trump übte in dem Zusammenhang erneut Kritik an der geplanten Ostsee-Pipeline Nord-Stream 2, die Gas von Russland nach Deutschland bringen soll. "Wir sollen Deutschland vor Russland beschützen", sagte Trump unter Applaus.

"Aber Deutschland zahlt Russland Milliarden Dollar für Energie, die aus einer Pipeline kommt, einer brandneuen Pipeline."
US-Präsident Donald Trump

Trotz tausender Anhänger in den Rängen war die Arena des ersten Wahlkampf-Auftritts von US-Präsident Donald Trump nach einer dreieinhalbmonatigen Pause deutlicher leerer als zunächst erwartet. In der Veranstaltungshalle in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma, mit Platz für rund 20.000 Teilnehmer, blieben viele Sitze leer.

Mit einer großen Veranstaltung wollte US-Präsident Trump trotz Corona wieder in den Wahlkampf starten. Doch es kamen deutlich weniger Anhänger als erwartet.

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Massenkundgebung trotz Corona

Die Massenkundgebung war die erste dieser Art seit Beginn der Corona-Pandemie. Teilnehmer mussten sich bei der Registrierung damit einverstanden erklären, dass die Wahlkampf-Organisatoren nicht für eine Covid-19-Erkrankung und mögliche Folgen haftbar gemacht werden können.

Vor der Kundgebung wurden sechs Mitarbeiter seines Wahlkampfteams in Tulsa positiv auf das Coronavirus getestet. Sie seien Teil des Vorausteams gewesen und in Quarantäne genommen worden, teilte der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, mit.

Kein Wort zu George Floyd

In seiner mehr als eineinhalbstündigen Ansprache nannte Trump nicht ein einziges Mal den Namen des Afroamerikaners George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet wurde. Auch Rassismus oder Polizeigewalt thematisierte Trump nicht. Stattdessen sagte der Republikaner mit Blick auf die Wahl im November unter Applaus:

Wenn die Demokraten an die Macht kommen, dann werden die Randalierer das Sagen haben und niemand wird mehr sicher sein.
US-Präsident Donald Trump

Trump sagte weiter: "Sie wollen unser Erbe zerstören, damit sie ihr neues Unterdrückungsregime an seiner Stelle durchsetzen können." Die Demokraten wollten Polizeibehörden die Finanzierung entziehen und diese auflösen. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, habe sich "der radikalen Linken ergeben".

Sollte Biden im November gewählt werden, "wird niemand mehr sicher sein". Floyds Tod hat zu landesweiten Protesten geführt, die anfangs teilweise in Ausschreitungen und Plünderungen ausgeartet waren. Die Demokraten im US-Kongress fordern nicht die Auflösung der Polizei.

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