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US-Präsident über Twitter - Trump geht nicht zu Bidens Amtseinführung

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Der amtierende US-Präsident Donald Trump will nicht an der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar teilnehmen. Das erklärte er über Twitter.

Nur wenige Stunden, nachdem er einen friedlichen Machtwechsel in Washington zugesagt hat, erklärt der scheidende Präsident Donald Trump über Twitter, er werde nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden teilnehmen. Der Demokrat soll am 20. Januar seinen Eid ablegen.

"An alle, die gefragt haben: Ich werde nicht zur Amtseinführung am 20. Januar gehen", twitterte der scheidende US-Präsident Donald Trump. Er wird damit der erste Präsident seit Andrew Jackson 1837 sein, der einem solchen Ereignis fernbleibt.

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Trump sagte geordnete Machtübergabe zu

Der scheidende US-Präsident hatte zuvor eine reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte an den Demokraten Joe Biden zugesichert. Er wolle sich ihm nicht weiter in den Weg stellen. "Eine neue Regierung wird vereidigt werden", sagte Trump in einem Video.

Ich konzentriere mich nun darauf, eine reibungslose, geordnete und nahtlose Machtübergabe zu gewährleisten.
US-Präsident Donald Trump

Biden selbst begrüßte, dass Trump seiner Amtseinführung fernbleiben will. Dies sei eine "gute Sache", sagte Biden am Freitag. In dieser Frage seien Trump und er ausnahmsweise einer Meinung. Trumps Stellvertreter, der scheidende US-Vizepräsident Mike Pence sei bei der Zeremonie jedoch "willkommen", sagte Biden. Es wäre eine Ehre, Pence dabei zu haben, betonte er.

Seit Sturm auf Kapitol: Trump unter Druck

Seit der Erstürmung des Kapitols in Washington durch militante Trump-Anhänger am Mittwoch steht der abgewählte Amtsinhaber massiv unter Druck. Wütende Anhänger Trumps hatten in einer beispiellosen Gewalteskalation das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington gestürmt, nachdem der US-Präsident sie bei einer Großkundgebung mit Behauptungen über angeblichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl angestachelt hatte.

Trump wird vorgeworfen, für den Gewaltexzess mitverantwortlich zu sein und seine Anhänger zum Marsch auf das Kapitol aufgerufen zu haben. Nach dem Sturm rief er die Angreifer in einem Video zwar zum Abzug auf - zeigte aber Verständnis und Sympathie für sie: "Wir lieben Euch."

Die Demokraten fordern deshalb, Trump noch vor dem Amtswechsel im Weißen Haus abzusetzen. Nancy Pelosi, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, bezeichnete Trump als "gefährlichen Mann" und warnte, er könne in seinen verbleibenden Tagen im Amt weiteren großen Schaden anrichten.

Es sind zwar nur noch 13 Tage, aber jeder Tag kann eine Horrorshow für Amerika sein.
Nancy Pelosi, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses

Auch Republikaner machen Trump Vorwürfe

Auch mehrere Republikaner warfen Trump offen vor, er habe den Gewaltausbruch angezettelt. Gleich zwei Mitglieder von Trumps Kabinett kündigten am Donnerstag ihren Rücktritt an: Bildungsministerin Betsy DeVos und Verkehrsministerin Elaine Chao. Beide begründeten ihren Schritt mit dem von Trump angestachelten Aufruhr.

Als erster republikanischer Abgeordneter forderte Adam Kinzinger, den Präsidenten mit Hilfe des 25. Verfassungszusatzes des Amtes zu entheben. Anstatt Amerika zu beschützen, habe Trump die Gewalt angestachelt. Auch der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, unterstützte dies.

Der Demokrat Biden hatte die US-Präsidentschaftswahl am 3. November gegen Trump gewonnen. Bidens Amtseinführung soll angesichts der Corona-Pandemie ohne das sonst bei der Amtsübergabe übliche Massenpublikum stattfinden.

Mehr zu den Folgen der Kapitol-Nacht in unserem Liveblog:

Demonstranten vor dem Kapitol am 06.01.2021

Amtseinführung in den USA - US-Präsidentschaft - aktuelle Entwicklungen 

Langes Warten aufs Ergebnis, Klagen von Trump, der Sturm aufs Kapitol: Bis zur Einführung von Joe Biden als 46. US-Präsident ist viel passiert. Die neuesten Entwicklungen im Blog.

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