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US-Republikaner und der Krieg : Wie die Trumpisten Stimmung für Putin machen

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Der ehemalige US-Präsident Trump und einige Republikaner treffen bewundernde Aussagen über Putin. Manche loben die Intelligenz und Stärke des russischen Staatspräsidenten.

Der frühere US-Präsident Trump steht an einem Rednerpult während eines Auftritts bei der CPAC-Konferenz in Florida.
Der frühere US-Präsident Trump während einer Rede in Florida.
Quelle: Bello/Reuters

Der Krieg in der Ukraine ist auch in den USA das überragende Thema in den Nachrichten. Ex-Präsident Donald Trump und einige Republikaner äußern unverhohlen ihre Bewunderung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das stößt nicht nur bei den Demokraten auf Verwunderung und Entsetzen.

Politologe: Trump-Aussagen stehen nicht für Mehrheit

Die Aussagen Trumps und seiner Anhänger stehen bei dieser Krise allerdings nicht für die Mehrheit der republikanischen Politiker, meint William A. Galston, Politikwissenschaftler an der Brookings Institution.

"Es ist wichtig, zwischen den lautesten und den zahlreichsten Stimmen zu unterscheiden. Einige von ihnen haben im Laufe der letzten Tage und der laufenden Invasion eine andere Position eingenommen", so Galston. Und weiter:

Der Großteil der Republikaner lehnt die Invasion in der Ukraine und den Krieg, den Putin führt, ganz klar ab.
William A. Galston, Politikwissenschaftler

Verliert Trump durch die Aussagen an Zustimmung?

Galston meint außerdem, dass die Aussagen Trumps und seiner Unterstützer Spuren in der amerikanischen Bevölkerung hinterlassen haben könnten. Sie seien sogar so manchem Trump-Wähler negativ aufgefallen:

Es ist noch zu früh, um das zu sagen. Aber es ist durchaus möglich, dass Trump in der republikanischen Basis an Unterstützung verloren hat.
William A. Galston, Politikwissenschaftler

Galston weiter: "Trump hat sich geirrt, und das war kein Zufall. Es war nicht aus Versehen, denn er bewundert Putin und seine Stärke."

Die CIA lässt detaillierte Persönlichkeitsprofile von Machthabern erstellen, um deren Verhalten einordnen zu können. Auch zu Präsident Putin gibt es solche Einschätzungen.

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3 min
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Trump: Putins Krieg als Vorbild

Trump hatte im Februar Putins Ankündigung, die Separatistengebiete in der Ostukraine anzuerkennen und Soldaten in die Region zu entsenden, als "genial" bezeichnet. "Das ist die stärkste Friedenstruppe, die ich jemals gesehen habe." Eine solche Friedenstruppe könnten die USA an ihrer Südgrenze gebrauchen, fügte Trump in einem Nebensatz hinzu - ein Verweis auf die Ankunft zahlreicher Migranten aus Zentralamerika an der US-Grenze zu Mexiko.

Deutlichen Zuspruch für Putin gab es einer Tagung nationalistischer Republikaner, dem sogenannten "AFPAC". Unter anderem der Gründer und Präsident der Konferenz, Nicholas Fuentes, drückte dort während seiner Rede seine Bewunderung für den russischen Präsidenten aus, woraufhin der Saal in "Putin"-Rufe ausbrach.

Vom unscheinbaren KGB-Agenten zum skrupellosen Kriegsherrn: "ZDFzoom" zeigt Wladimir Putins Weg zur Macht, lässt Rivalen, Weggefährten und hochrangige Politiker zu Wort kommen.

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Ex-Offizier: Republikaner tragen Mitverantwortung

Demokratische Politiker zeigten sich empört. Mit dem Fortschreiten der russischen Invasion in die Ukraine mussten sich einige republikanische Politiker von ihren Aussagen distanzieren oder verurteilten den Angriffskrieg. In früheren internationalen Krisen versammelten sich auch Oppositionspolitiker hinter der Flagge und unterstützten die Politik des Präsidenten.

Kritiker, wie der ehemalige hochrangige US-Offizier Alex Vindman, argumentieren, die heutige Spaltung der amerikanischen Politik in Bezug auf Putin habe ein Zeichen an Russland gesendet. Durch die Polarisierung habe Putin eine geschwächte amerikanische Reaktion erwartet und die Invasion gewagt:

Es klebt Blut an den Händen der republikanischen Partei. Sie waren mitverantwortlich für das, was in der Ukraine passiert.
Alex Vindman, ehemaliger hochrangiger US-Offizier
Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Führende Republikaner fordern stärkere Antwort auf Putin

Andere Republikaner wie der Minderheitenführer im Senat, Mitch McConnell, schlossen sich nicht den bewundernden Aussagen für Putin an, sondern forderten härtere Sanktionen. McConnell kritisierte US-Präsident Joe Biden zudem wegen seiner "Schwäche in der Außenpolitik".

Noch weiter ging der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham. In einem Tweet schrieb er, der einzige Weg, den Krieg in der Ukraine zu beenden, sei, "dass jemand in Russland diesen Kerl ausschaltet". Einige Republikaner distanzierten sich von dem Statement.

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Zerstörtes Gebäude und Wrack eines Kozak-Panzerwagens in Donbass

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Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

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Nachrichten | heute - "Liefert uns Waffen!" 

In der Ukraine tobt weiter Krieg. ZDF-Korrespondent Johannes Hano berichtet aus Odessa, im Süden der Ukraine, über die aktuelle Lage.

23.05.2022
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