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Röttgen: Truppenabzug schadet den USA

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Reaktion auf Trump-Entscheidung - Röttgen: Truppenabzug schadet den USA

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Norbert Röttgen sieht in den Truppenabzügen eine Schwächung der US-Interessen, die Grüne Agnieszka Brugger eine Belastung des transatlantischen Verhältnisses.

CDU-Politiker Norbert Röttgen während einer Rede im Bundestag.
Norbert Röttgen sieht Risiken des US-Truppenabzugs.
Quelle: dpa

Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Abzug tausender Soldaten aus Deutschland schadet nach Ansicht des CDU-Politikers Norbert Röttgen vor allem Amerika selbst. Nur ein kleiner Teil der rund 34.500 Soldaten habe die Funktion, zur Sicherheit Deutschlands beizutragen.

Der sehr viel größere Teil sei aus logistischen Gründen im Land und werde in Auslandseinsätze entsandt. Der "Passauer Neuen Presse" sagte Röttgen:

Ein Abzug würde daher vor allem eine wesentliche Schwächung von US-Interessen bedeuten.
Norbert Röttgen

Trump habe den Zeitpunkt für den Truppenabzug "bewusst jetzt gewählt", sagte Röttgen. Mit Blick auf Probleme im Inland wie die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt hoffe Trump, damit innenpolitisch zu punkten.

Ist das Erpressung, die US-Präsident Trump mit dem angedrohten Truppenabzug aus Deutschland betreibt? Elmar Theveßen (ZDF) sagt, es ginge Trump ums Geschäftemachen und um den Wahlkampf. In Berlin reagiere man eher resigniert kühl, so Theo Koll (ZDF).

Beitragslänge:
2 min
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Trump führt bis November Wahlkampf

Dem Ziel seiner Wiederwahl als Präsident ordne Trump alles unter.

Wir müssen uns klarmachen und uns darauf einstellen, dass Trump nun bis November Wahlkampf führt.
Norbert Röttgen

Trump und seine Regierung dürfe man aber nicht mit dem transatlantischen Verhältnis gleichsetzen, betonte Röttgen. "Unsere Beziehungen zu den USA sind historisch gewachsen und breit. Sie bleiben bei allen Schwierigkeiten, die wir zurzeit durchleben, wünschenswert und unersetzlich."

Der US-Präsident ist unberechenbar

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich nannte Trump einen unberechenbaren und selbstbezogenen Präsidenten, der wieder eine einsame Entscheidung getroffen habe. Er sagte der "Rheinischen Post", darunter litten in erster Linie die USA selbst. Der reibungslose Betrieb zahlreicher Einrichtungen der US-Streitkräfte in Deutschland sei nun in Zweifel gezogen.

Die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger sagte der "Schwäbischen Zeitung":

Diese neue Provokation von Donald Trump belastet das transatlantische Verhältnis massiv.
Agnieszka Brugger

Die drei Politiker reagierten auf die Ankündigung Trumps, fast 10.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Zur Begründung sagte Trump, die Bundesregierung weigere sich, die Verteidigungsausgaben auf das Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.

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