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Hamburgs Bürgermeister im ZDF - Tschentscher fordert 2G in ganz Deutschland

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Welches ist der richtige Weg raus aus der Pandemie: Die 2G-Regel? Wieder kostenlose Coronatests? Impflicht für bestimmte Gruppen? Es wird heftig diskutiert in Deutschland.

Das Interview mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) in voller Länge.

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Rückkehr zu kostenlosen Corona-Tests für alle, eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, stärkere Einschränkungen für Ungeimpfte: Angesichts des steilen Anstiegs der Corona-Zahlen fordern Politiker und Experten schnelle Entscheidungen, die vierte Welle der Pandemie soll damit abgebremst werden. Für den Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher (SPD), ist die Lösung klar: Überall 2G und möglichst jeder soll sich impfen lassen.

Abstimmung über den Entwurf am Donnerstag

Die potenziellen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP wollen eine neue Rechtsgrundlage für Anti-Corona-Regeln der Länder schaffen, bevor die epidemische Lage am 25. November endet. Über den Entwurf soll der Bundestag am Donnerstag beraten.

In Hamburg gilt die 2G-Regel bereits seit August. Nach den Worten Tschentschers, hat sich diese Lösung bewährt. Es sei der sicherste Schutz, dass alle geimpft oder genesen sind, sagte er im ZDF heute journal.

Das ist sehr wirksam, es muss jetzt in ganz Deutschland umgesetzt werden.
Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hansestadt Hamburg

Die Wiedereinführung kostenloser Coronatests hält Tschentscher, der Mediziner ist, für eine Nebenfrage, auf die man nicht ausweichen solle. "Der Kern ist, dass wir in vielen Bundesländern eine zu niedrige Impfquote haben," sagt der Laborarzt.

Wir können die Pandemie nicht immer aus Sicht der Ungeimpften angehen. Wir können die Lage nicht aufgrund von wenigen immer noch verschlimmern.
Peter Tschentscher, Mediziner

sagt Tschentscher und empfiehlt 2G für alle Bundesländer. Sein Appell:

Es sind jetzt alle aufgefordert, sich zu impfen.
Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburg

Ärztepräsident: Fehlentscheidung schnell korrigieren

Das Ende der Kostenübernahme für Corona-Bürgertests habe nicht dazu geführt, Impfunwillige zu einer Impfung zu motivieren, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bund und Länder sollten den Mut aufbringen, diese Fehlentscheidung schnell und konsequent zu korrigieren. Gerade in der kalten Jahreszeit mit Freizeitaktivitäten in Innenräumen brauche man niedrigschwellige, kostenlose Testangebote, um die Weiterverbreitung des Virus zu bremsen.

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen steigen weiter rasant an. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 191,5. Die Rufe nach erneuten kostenlosen Schnelltests werden lauter.

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Da das Virus auch von Geimpften verbreitet werden könne, forderte Reinhardt zudem "eine funktionierende und flächendeckende Teststrategie für alle, also auch für Geimpfte". Auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, plädierte im SWR dafür, die Menschen nicht länger mit den vollen Kosten für Schnelltests zu belasten.

Ab Montag 2G in ganz Österreich

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte ebenfalls eine Rückkehr zu den kostenlosen Bürgertests. Zudem brauche es eine tägliche Testpflicht für Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste. Dies müsse auch für Geimpfte und Genesene rasch und verbindlich vorgeschrieben werden.

Vernünftige Lösungen müssen nicht auf das Ende der Koalitionsverhandlungen warten.
Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz

Im Nachbarland Österreich dürfen ab Montag nur noch Geimpfte oder von Covid-19 Genesene Zutritt zu Lokalen, Hotels, Veranstaltungen und Friseuren bekommen. Diese Einschränkungen für viele Ungeimpfte hat die Wiener Regierung kurzfristig am Freitag beschlossen. Die Maßnahme soll dazu dienen, den steilen Anstieg an Corona-Fällen zu beenden, Intensivstationen zu entlasten und die Impfrate zu steigern.

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