Ukrainischer Minister Tschernyschow: Müssen heizen können

    Interview

    Ukrainischer Minister:Tschernyschow: Müssen heizen können

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    Die Schäden in der Ukraine belaufen sich auf mehrere Hundert Milliarden Euro. Der ukrainische Minister Tschernyschow spricht im ZDF-Interview über die drängendsten Reparaturen.

    Oleksij Tschernyschow ist ukrainischer Minister für regionale Entwicklung und für den Wiederaufbau vor allem in der Ostukraine zuständig, also für die Gebiete, die die Ukraine nach russischer Besatzung zurückerobert hat. Im Interview mit dem ZDF heute journal spricht er über den dringendsten Bedarf und die anfallenden Kosten.
    Sehen Sie das ganze Interview oben im Video und lesen Sie hier Auszüge:
    Das sagt Oleksij Tschernyschow ...

    ... zu den aktuellen Aufgaben in der Ukraine:

    "Ich möchte am Anfang gleich einmal mal sagen, dass es wichtige Bereiche gibt, wichtige Gebiete, die jetzt erfolgreich wieder gewonnen worden sind in der Ukraine, nördliche Regionen und östliche Regionen. Darauf konzentrieren wir uns gerade beim Wiederaufbau, und wir konzentrieren uns darauf, uns für den Winter vorzubereiten. Das heißt Heizung und Energie für die Menschen. Die Ostukraine ist ja nicht der einzige Bereich, wo das gebraucht wird."

    ... zum akuten Bedarf vor Ort:

    "Für den Winter ist es ganz klar, wir sollten in der Lage sein, heizen zu können. Wir brauchen also genügend Ausrüstung für die Energieversorgung, also auch mobile Komponenten. Generatoren Heizstationen, thermische Einrichtungen und Wasser. Während der letzten zwei Wochen haben mehr als 300 Raketen und Drohnen das Gebiet der Ukraine angegriffen, gerade Objekte für die Energieversorgung. Und das ist jetzt die Priorität, das zu reparieren."

    ... zu den Gesamtkosten der Kriegsschäden:

    "Gemeinsam mit der Weltbank und der Europäischen Kommission haben wir uns angeguckt, was jetzt alles beschädigt ist. Und wir sind dann auf 349 Milliarden gekommen. Das ist der Betrag, ab dem 1. Juni. Heute ist der Betrag natürlich höher und Ende des Jahres wird es eine Neubewertung des Schadens geben und der allgemeine Wiederaufbau, der beginnt natürlich nach Kriegsende. Aber nebenbei müssen wir kritische Infrastruktur schon jetzt wieder reparieren."
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    Quelle: ZDF
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