ZDFheute

Trump droht sozialen Medien

Sie sind hier:

Nach Faktencheck bei Twitter - Trump droht sozialen Medien

Datum:

Twitter hat eine Aussage von US-Präsident Trump einem Faktencheck unterzogen. Trump reagiert empört - und droht mit Regulierung und sogar Schließung sozialer Medien.

Donald Trump am 26.05.2020 in Washington
US-Präsident Donald Trump wirft den sozialen Medien vor, im Wahlkampf parteiisch zu sein.
Quelle: AP

Twitter hat erstmals einen Tweet von Donald Trump mit einem Faktencheck eingeordnet und darin einige Äußerungen des US-Präsidenten als falsch bezeichnet. Der Kurznachrichtendienst wandte damit jüngst verschärfte Regeln gegen die Verbreitung irreführender Informationen an.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Trump hatte behauptet, dass Briefwahl Wahlbetrug Vorschub leiste. Das Unternehmen ergänzte diesen Tweet daraufhin um einen Link mit dem Hinweis: "Erfahren Sie die Fakten über Briefwahl". Der Link führte zu einer Twitter-Seite, in der Trumps Behauptungen als "fälschlich" und "unbegründet" zurückgewiesen wurden.

Trump hält soziale Medien für parteiisch

Trump reagierte umgehend - natürlich auf Twitter: Viele Republikaner wie er hätten das Gefühl, dass die sozialen Medien konservative Stimmen "komplett verschweigen", zürnte Trump am Mittwoch. Um dem entgegenzuwirken würde die Regierung sie künftig "streng regulieren, oder ganz schließen", drohte er. Trump nannte dabei keine Plattform beim Namen. Es blieb auch völlig unklar, auf welcher rechtlichen Grundlage die Regierung eine solche Regulierung unternehmen könnte.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Das stand in dem "Falsch"-Tweet

In dem Faktencheck hieß es unter anderem, Trump behaupte fälschlicherweise, dass Kalifornien Briefwahlunterlagen an alle Personen in dem Bundesstaat schicken würde - "unabhängig davon, wer sie sind oder wie sie dorthin gelangt sind".

Tatsächlich erhalten aber nur registrierte Wähler Briefwahlunterlagen, schreibt das Unternehmen. Der Kurznachrichtendienst verwies auch auf Berichte des Senders CNN, der Zeitung "Washington Post" und anderer Medien. Unbegründet sei auch Trumps Aussage, wonach Briefwahl zu "einer manipulierten Wahl" führen würde.

Nach einer Statistik der "Washington Post" hat Trump seit Beginn seiner Amtszeit am 20. Januar 2017 mehr als 18:000 falsche oder irreführende Aussagen getätigt. Twitter bestätigte, dass es der erste Faktencheck eines Trump-Tweets war.

Trump schlägt zurück

Trump reagierte umgehend - ebenfalls auf Twitter. Er warf dem Kurznachrichtendienst am Dienstagabend (Ortszeit) vor, sich in die Wahl einzumischen, bei der Trump im November für eine zweite Amtszeit kandidiert:

Twitter unterdrückt die freie Meinungsäußerung und ich, als Präsident, werde es nicht zulassen, dass das passiert.
US-Präsident Donald Trump

Den Tweet, den Twitter als Falschaussage deklarierte, hatte Trump auch auf Facebook geteilt. Dort erhielt der Beitrag bis Mittwoch morgen rund 189.000 Reaktionen und wurde 19.500 Mal geteilt.

Facebook ignorierte Trump-Aussage

Nach Facebook-Richtlinien müssen Inhalte entfernt werden, die Methoden der Stimmabgabe oder Wählerregistrierung falsch darstellen - aber in diesem Fall ließ das Unternehmen den Post unberührt.

"Wir glauben, dass die Menschen in der Lage sein sollten, eine Debatte über den Wahlprozess zu führen, weshalb wir unsere Richtlinien so auslegen, dass sie sich auf falsche Darstellungen konzentrieren, die die Abstimmung stören würden", sagte ein Unternehmenssprecher.

Auch Twitter setzte seine Warnungen vor falschen Fakten bislang nur sparsam gegen politische Persönlichkeiten ein, aber es wurden Tweets der Präsidenten Brasiliens und Venezuelas gelöscht, die gegen die Coronavirus-Regeln des Nachrichtendienstes verstoßen hatten.

Die amerikanische Regierung unter US-Präsident Donald Trump verliert in der Coronakrise zunehmend an Glaubwürdigkeit - trotz Trumps Bemühungen.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.