Sie sind hier:

Attacke auf offener Straße - Empörung nach Angriff auf Rabbiner in Wien

Datum:

Ein Rabbiner in Wien wird von einer Frau beschimpft und bedroht. Politiker und Geistliche in Österreich verurteilen die Attacke und bekunden Solidarität mit den Juden im Land.

Archiv: Polizeifahrzeug in Wien, am 16.08.2018
Laut Polizei bekamen mehrere Passanten die Attacke auf den Rabbiner zwar mit, griffen aber nicht ein.
Quelle: imago

Politik, Kirche und Judentum in Österreich reagieren mit Bestürzung auf einen offenbar antisemitisch motivierten Übergriff auf einen Rabbiner in Wien.

Angriff auf offener Straße

Der Geistliche war am Donnerstagnachmittag auf offener Straße angegriffen und beschimpft worden. Laut österreichischen Medien bedrohte eine Frau ihn mit einem Messer und riss ihm Hut und Kippa vom Kopf. Dabei rief sie nach Polizeiangaben antisemitische Parolen, bevor sie flüchten konnte. Der Rabbiner blieb unverletzt.

Laut Polizei bekamen mehrere Passanten den Vorfall zwar mit, griffen aber nicht ein. Zeugen wurden gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.

Politiker verurteilen den Angriff aufs Schärfste

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) reagierte empört. Er verurteile die Tat "auf das Allerschärfste", schrieb er auf Twitter. "Wir müssen den Antisemitismus mit aller Entschiedenheit bekämpfen. Jüdisches Leben in Österreich muss in Sicherheit möglich sein. Denn ein Europa ohne Juden ist kein Europa mehr", so Kurz.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutz-Einstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.


Bundespräsident Alexander van der Bellen schrieb auf Twitter, Judenhass und Antisemitismus hätten keinen Platz in Österreich. "Meine Solidarität gilt allen in Österreich lebenden Jüdinnen und Juden."

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutz-Einstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) twitterte, neben dem bereits angeordneten verstärkten Schutz der Synagogen würden alle Maßnahmen ergriffen, um diesen offensichtlich antisemitisch motivierten Angriff rasch aufzuklären.

Kirchen wollen zusammenhalten

Der Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Oskar Deutsch, bezeichnete den Angriff "verstörend". Die jüdische Gemeinde lasse sich aber nicht einschüchtern, "der Mangel an Zivilcourage ist skandalös", twitterte er.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutz-Einstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn versicherte die jüdischen Mitbürger seiner Solidarität. Auch Bischof Werner Freistetter verurteilte den Angriff "aufs Schärfste".

Seit dem islamistisch motivierten Anschlag am 2. November, bei dem der Attentäter in der Wiener Innenstadt nahe der Hauptsynagoge vier Passanten tötete, bevor er von der Polizei erschossen wurde, sind die Sicherheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft.

Erst am Donnerstag hatte Innenminister Nehammer angekündigt, aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse sollten Kirchen und weitere religiöse Stätten verstärkt geschützt werden.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.