Sie sind hier:

Diplomatenkreise : Wegen Uiguren: EU-Sanktionen gegen China

Datum:

Die EU-Staaten haben sich auf Sanktionen gegen China geeinigt. Der Grund sollen die Menschenrechtsverletzungen gegen die Uiguren sein.

Archiv: Uiguren beim Freitagsgebet (China)
Menschenrechtsorganisationen beklagen schon lange Chinas Unterdrückung der muslimischen Uiguren.
Quelle: Reuters

Die Europäische Union hat erstmals seit drei Jahrzehnten wieder Sanktionen gegen China beschlossen - das berichten Diplomaten.

Dabei gehe es um Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten, hieß es. Betroffen seien vier chinesische Regierungsvertreter und eine chinesische Institution.

Menschenrechtsverletzung gegen Uiguren

Grund für die Sanktionen seien Menschenrechtsverletzungen gegen die muslimische Minderheit der Uiguren in China. Menschenrechtsorganisationen werfen China vor, sie in Internierungslager zu deportieren. Außerdem missbrauche China die Uiguren für Zwangsarbeit.

Laut Menschenrechtsorganisationen werden eine Million Uiguren in China zur Zwangsarbeit gezwungen. Die muslimische Minderheit müsse Baumwolle für die Textilindustrie pflücken.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Formal würden die Sanktionen am kommenden Montag von den EU-Außenministern beschlossen. Es sind die ersten EU-Sanktionen gegen China seit Verhängung eines Waffenembargos im Jahr 1989.

Damals hatte die chinesische Regierung eine von Studenten getragene Reformbewegung auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens mit Panzern niedergeschlagen. Menschenrechtler vermuten, dass dabei Tausende Menschen getötet worden sein.

Maas drängte auf Sanktionen gegen China

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte bereits am Montag erklärt, er dränge auf die Verhängung von Sanktionen gegen China wegen des Umgangs mit der muslimischen Minderheit der Uiguren.

Die EU habe die Möglichkeit, Menschenrechtsverletzungen zu bestrafen, "und wir wollen dieses Instrument natürlich einsetzen", hatte er erklärt.

Auch Menschenrechtsgruppen werfen China die Unterdrückung der Uiguren in der Region Xinjiang vor. Die Regierung in Peking weist die Vorwürfe zurück.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.