Sie sind hier:

Ukraine-Krieg : Die Sanktionen gegen Russland im Überblick

Datum:

Vom Swift-Ausschluss bis zum Verbot russischer Staatsmedien: Die schärfsten Waffen des Westens gegen die russische Invasion in die Ukraine sind derzeit Sanktionen. Ein Überblick.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat der Westen Sanktionen verhängt. ZDF-Korrespondent Christian Semm berichtet, was in Russland davon zu spüren ist.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben westliche Staaten zahlreiche Sanktionen verhängt. Immer wieder kommen neue hinzu, jüngst auch eine der schärfsten Strafen, ein Ausschluss bestimmter Banken aus dem Finanz-Kommunikationssystem Swift.

Ein Überblick über den Stand der Dinge:

Finanzinstitute

Die westlichen Verbündeten haben einen Ausschluss von russischen Banken aus dem internationalen Finanz-Kommunikationssystem Swift beschlossen, um diese von den internationalen Finanzströmen abzuklemmen. 

Die ersten Sanktionen scheinen Wirkung zu zeigen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Sanktionen gegen die russische Zentralbank sollen verhindern, dass ihre Milliardenreserven zur Stützung des Rubel-Wechselkurses genutzt werden. EU-Angaben zufolge werden mehr als die Hälfte ihrer Reserven geblockt. Zudem dürfen mit etlichen Geschäftsbanken keine Geschäfte mehr gemacht werden, und ihre Vermögen werden eingefroren.

Energiesektor

Die EU verbietet den Verkauf, die Lieferung, die Weitergabe oder die Ausfuhr bestimmter Güter und Technologien für die Ölveredelung.

Auch Dienstleistungen in diesem Bereich werden eingeschränkt. Erklärtes Ziel ist es, Russland Möglichkeiten zur notwendigen Modernisierung seiner Ölraffinerien zu nehmen.

Verkehrssektor

Die EU hat ein Ausfuhrverbot für Güter, Technologien und Dienstleistungen für die Luft- und Raumfahrtindustrie erlassen.

"Dieses Verbot des Verkaufs aller Flugzeuge, Ersatzteile und Ausrüstungen an russische Luftfahrtunternehmen wird einen der Schlüsselsektoren der russischen Wirtschaft und die Konnektivität des Landes beeinträchtigen", heißt es.

Alltag auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew

Geschichte der Ukraine - Warum Putin nicht Recht hat 

Die heutige Ukraine sei von Russland erschaffen worden, sagte Putin am Montag. Eines seiner Argumente, um den Krieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Stimmt die Geschichte so?

von Olivia Howaldt

Drei Viertel der derzeitigen russischen Verkehrsflugzeugflotte seien in der EU, den USA und Kanada gebaut worden. Die EU-Länder haben entschieden, ihren Luftraum für alle russischen Flieger zu sperren. Russlands staatliche Airline Aeroflot und russische Privatflugzeuge dürfen auch in Großbritannien nicht landen.

Russischen Schiffen droht auch Einlaufverbot in Häfen in der EU, ein Beschluss hierzu steht jedoch noch aus.

Hamburg hält enge Wirtschaftsbeziehungen zu Russland und befürchtet starke Auswirkungen von Sanktionen auf den Handel.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Technologiesektor

Bestimmte Güter und Technologien dürfen nicht mehr ohne weiteres aus der EU und anderen westlichen Ländern nach Russland gebracht werden.

Dazu zählen unter anderem Mikroprozessoren oder Ausrüstung, die für die Produktion von Mikrochips benötigt werden. Auch die USA verbieten den Export von Hightech-Produkten nach Russland.

Medien

RT
Das Logo des staatlichen russischen TV-Senders "Russia Today" (RT)
Quelle: pavel golovkin/dpa

Die russischen Staatsmedien RT und Sputnik werden in der EU verboten, um die "giftige und schädliche Desinformationen in Europa" zu untersagen, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erläuterte.

Politiker, Geschäftsleute, Oligarchen

Oligarchen müssen damit rechnen, dass in Kürze sämtliche in der EU vorhandenen Vermögenswerte eingefroren werden. Zudem wird insbesondere wohlhabenden Russen die Möglichkeit genommen, sich und ihren Familienangehörigen eine europäische Staatsbürgerschaft zu verschaffen. 

Sanktionen gegen Präsident Wladimir Putin, Außenminister Sergej Lawrow und Innenminister Wladimir Kolokolzew persönlich haben eher symbolischen Charakter.

Der russische Oligarch Roman Abramowitsch besitzt den FC Chelsea.
Der russische Oligarch Roman Abramowitsch besitzt den FC Chelsea.
Quelle: Anthony Anex/KEYSTONE/dpa

Kritik gab es daran, dass im nicht mehr der EU angehörenden Großbritannien in der vergangenen Woche nur gegen acht russische Superreiche und Putin-Vertraute Sanktionen verhängt wurden. Die britische Außenministerin Liz Truss kündigte am Sonntag jedoch an, es gebe bereits eine "schwarze Liste", die man abarbeiten werde.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Ukraine, Lyssytschansk: Beschädigte Wohngebäude in Lyssytschansk in der Region Luhansk
Liveblog

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Eine ukrainische Soldatin bewegt sich durch eine Stellung in der Donezk-Region. Links eine Metallwand mit Einschusslöchern.

Krieg in der Ukraine - Erfolge in Donezk-Region 

Ukrainische Truppen haben nach eigenen Angaben einen russischen Vormarsch in der Ostukraine abgewehrt. Präsident Selenskyj dankte für die westlichen Waffenlieferungen.

07.07.2022
Videolänge
Robert Habeck wurde per Video in das Studio von Markus Lanz geschaltet

Wirtschaftsminister bei "Lanz" - Habeck: Auf Bürger kommen heftige Preise zu 

  • Untertitel

Wirtschaftsminister Habeck will mit "extrem scharfen Schwertern" den Zusammenbruch des europäischen Energiemarkts verhindern. Für die Bürger bedeute das einen teuren Winter.

von Pierre Winkler
Videolänge
Russlands Außenminister Sergej Lawrow, aufgenommen am 06.06.2022 in Moskau (Russland)

G20-Treffen auf Bali - Das Lawrow-Problem 

Kann man sich mit Russlands Außenminister Lawrow an einen Tisch setzen? Eigentlich nicht, sagen die Außenminister des Westens. Aber beim G20-Treffen auf Bali werden sie müssen.

von Andreas Kynast
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.