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Russland-Ukraine-Krise : Nato offenbar in erhöhter Einsatzbereitschaft

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Wegen des russischen Aufmarschs an der Ukraine-Grenze ist die Nato-Eingreiftruppe offenbar in erhöhter Alarmbereitschaft. Moskau kündigt Gespräche mit den USA und der Nato an.

Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Sergej Schoigu, Verteidigungsminister von Russland, besuchen eine Militärausstellung,
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Sergej Schoigu, Verteidigungsminister von Russland.
Quelle: Metzel/Kremlin/AP/dpa

Die Nato hat einem Bericht zufolge die Einsatzbereitschaft der schnellen Eingreiftruppe wegen der russischen Truppenbewegung an der Grenze zur Ukraine erhöht. Das meldet die "Welt" und beruft sich auf Nato-Diplomaten.

Demnach sind die als sogenannte Nato-Speerspitze bekannten Einsatztruppen seit Montag binnen fünf Tagen einsatzbereit für die Verlegung in ein Krisengebiet. Bislang musste die Truppe mit dem Namen "Very High Readiness Joint Task Force" (VJTF) innerhalb von sieben Tagen bereitstehen.

Östliche Nato-Staaten fühlen sich bedroht

Auch andere Einheiten der Nato-Eingreiftruppe, wie Spezialkräfte oder Logistiker, wurden dem Bericht zufolge in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, sodass auch diese im Krisenfall deutlich schneller verlegt werden können.

Dabei geht es neben einer möglichen weiteren Eskalation des Ukraine-Konflikts auch darum, den Schutz der Alliierten für die östlichen Mitgliedsstaaten zu verbessern. Diese fühlen sich zunehmend bedroht durch die jüngsten Entwicklungen an der russisch-ukrainischen Grenze.

Nato droht Russland mit Konsequenzen

Ein Nato-Sprecher wollte die neuen Beschlüsse laut "Welt" nicht kommentieren. Die Nato-Alliierten hätten jedoch "deutlich" gemacht, dass jede weitere Aggression Russlands "Kosten und Konsequenzen" haben werde.

Infokarte Ukraine
Quelle: ZDF

Moskau bestreitet die Vorbereitung einer Invasion in der Ukraine und wirft der Nato Provokationen vor. Von den USA und dem Westbündnis forderte Putin zuletzt schriftliche Sicherheitsgarantien mit einem Verzicht auf eine weitergehende Nato-Osterweiterung und auf die Errichtung von Militärstützpunkten in ehemaligen Sowjetrepubliken.

Lawrow: Gespräche mit USA und Nato im Januar

Russland hat dazu jetzt für Januar erste Gespräche mit den USA und der Nato angekündigt. Anfang kommenden Jahres werde ein Austausch zwischen Moskau und Washington stattfinden, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch dem russischen TV-Sender RT. Auch die Gespräche zwischen Russland und der Nato seien noch für den Januar vorgesehen.

Die Europabeauftragte des US-Außenministeriums, Karen Donfried, hatte bereits am Dienstag gesagt, dass sie mit einer ersten Verhandlungsrunde im Januar rechne. Einige Forderungen Russlands bezeichnete sie als "inakzeptabel".

Lawrow warnte die US-Regierung davor, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen und bekräftigte Putins Forderung, der am Dienstag "ernsthafte" Gespräche verlangt hatte. "Wir werden unsere Sicherheit mit den Mitteln gewährleisten, die wir für angemessen halten", betonte der russische Außenminister.

Ukrainische Soldaten an der Grenze zu den Rebellengebieten.

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