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Ukraine-Konflikt : USA: Genug russische Truppen für Angriff

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Nach Einschätzung der US-Regierung hat Russland genug Soldaten an der Grenze zusammengezogen, um die Ukraine angreifen zu können. Putin verfüge nun klar "über diese Fähigkeit".

Lloyd Austin, Verteidigungsminister der USA, spricht während einer Pressekonferenz im Pentagon. Aufgenommen am 28.01.2022
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin: Noch Zeit für diplomatische Lösung
Quelle: AP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Überzeugung der US-Regierung inzwischen ausreichend militärische Kräfte für einen möglichen Angriff auf die Ukraine zusammengezogen.

"Wir glauben zwar nicht, dass Präsident Putin den endgültigen Beschluss gefasst hat, diese Kräfte gegen die Ukraine einzusetzen", sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Freitag vor Journalisten im Pentagon. "Aber er verfügt jetzt eindeutig über diese Fähigkeit. Und es stehen ihm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, darunter die Einnahme von Städten und bedeutenden Territorien." Denkbar seien aber auch "provokante politische Aktionen" wie die Anerkennung abtrünniger Gebiete.

USA werben für friedliche Ukraine-Lösung

Austin warb zugleich für eine friedliche Lösung des Konflikts.

Ein Konflikt ist nicht unvermeidlich, es gibt noch Zeit und Raum für Diplomatie.
Lloyd Austin, US-Verteidigungsminister

Russland hat an der Grenze zur Ukraine mehr als 100.000 Soldaten zusammengezogen. Der Westen sieht darin die Vorbereitung einer möglichen Invasion, was die Regierung in Moskau abstreitet. Zudem sind russische Truppen nach Belarus verlegt worden für gemeinsame Manöver in der Nähe der Grenze zur Ukraine.

Die Situation an der ukrainischen Grenze bleibt angespannt.

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Drei US-Militärs sagten Reuters am Freitag, es seien zuletzt auch Blutkonserven und medizinische Ausrüstung zu den Truppen an der Grenze zur Ukraine gebracht worden - eine klares Anzeichen für die Bereitschaft zum militärischen Vorgehen.

Stoltenberg: Russischer Angriff könnte viele Formen haben

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, die Aktivitäten Russlands würden genau beobachtet. Ein russischer Angriff könne viele Formen annehmen, einschließlich eines Cyberangriffs, eines Putschversuchs oder von Sabotage.

Die Ukraine trat dagegen dem Eindruck einer wachsenden Gefahr entgegen. "Ich halte die Lage jetzt nicht für angespannter als zuvor", sagte Präsident Selenskyj. "Im Ausland besteht der Eindruck, dass hier Krieg herrscht. Das ist nicht der Fall." Das Hauptrisiko für die Ukraine und deren Souveränität sei eine Destabilisierung innerhalb des Landes, dazu gehöre auch eine Wirtschaftskrise.

Wie gehen die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt mit der Lage um?

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Putin: Antworten des Westens nicht ausreichend

Russland schließt unterdessen - auch nach der Antwort des Westens auf geforderte Sicherheitsgarantien - keine Optionen aus. In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme ließ Präsident Wladimir Putin am Freitag erklären, die am Mittwoch überreichten Antworten des Westens berücksichtigten nicht die Kernforderungen Russlands.

Das Präsidialamt in Moskau teilte mit, Putin habe dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in einen Telefonat erklärt, die nicht veröffentlichten Schreiben der USA und der Nato würden genau untersucht, bevor über das weitere Vorgehen entschieden werde. Russland sei aber weiterhin zum Dialog bereit.

Russland ist Deutschlands Hauptgas-Lieferant. Wie abhängig sind wir von Moskau?

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