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CO2-Abgabe : Emissionsrechte: Rekordeinnahmen für den Bund

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Der Bund hat im vergangenen Jahr Rekordeinnahmen durch den Verkauf von Emissionsrechten verzeichnet. Das Geld fließt in einen Energie- und Klimafonds.

Archiv: Abgase kommen im Gegenlicht der aufgehenden Sonne aus dem Auspuff eines Autos am 27.02.2018 in Recklinghausen
Seit 2021 wird auch auf Kraftstoffe und Heizgas eine CO2-Abgabe erhoben.
Quelle: dpa

Der Verkauf von Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid hat dem Staat im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 12,5 Milliarden Euro und damit einen Rekord beschert. Hauptgrund ist der erstmalige Verkauf nationaler Emissionsrechte (CO2-Abgabe), der allein - wie erwartet - 7,2 Milliarden Euro einbrachte.

Gleichzeitig verdoppelten sich die Einnahmen aus dem Rechteverkauf im europäischen Emissionshandel von 2,7 im Jahr 2020 auf 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2021, wie das Umweltbundesamt am Mittwoch in Berlin berichtete.

Durch Emissionshandel darf nur eine bestimmte Menge an CO2 produziert und gehandelt werden. Der grafische Explainer zeigt, wie der Handel funktioniert.

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Dort ist die für den Rechteverkauf zuständige Deutsche Emissionshandelsstelle angesiedelt. Vor dem Hintergrund der Klimawandels soll die Bepreisung von Kohlendioxid Wirtschaft und Verbrauchern einen Anreiz geben, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden.

Messner: Klimaschutz und sozialer Ausgleich

Das Geld fließt in den Energie- und Klimafonds (EKF), aus dem unter anderem Klimaschutzprojekte gefördert werden. Außerdem wurden 2021 über den EKF 4,7 Milliarden Euro zur Absenkung der EEG-Umlage verwendet, mit der die Ökostrom-Produktion gefördert wird. Durch den Zuschuss konnte der Strompreisanstieg in Deutschland etwas gedrosselt werden.

"Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung leisten einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung der Energiewende, finanzieren Klimaschutzprojekte und werden außerdem zur Entlastung der Verbraucher genutzt", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. Damit werde gezeigt, dass Klimaschutz und sozialer Ausgleich Hand in Hand gehen könnten.

Dies kann und muss auch mit weiter steigenden CO2-Preisen möglich sein.
Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes

Abgabe soll CO2-Ausstoß senken

Kraftwerke und andere Industrieanlagen benötigen die europäischen Berechtigungen - pro Tonne ausgestoßenem CO2 müssen sie ein Zertifikat bei der Emissionshandelsstelle abgeben. Erwerben können sie diese Verschmutzungsrechte unter anderem bei Versteigerungen an der Energiebörse in Leipzig.

Dort sind die Preise in den vergangenen Jahren gestiegen, zuletzt kräftig. Kostete ein Zertifikat 2020 im Schnitt knapp 25 Euro, wurden 2021 fast 53 Euro fällig.

Neben dem seit 2005 begonnenen europäischen Emissionshandel startete 2021 ein nationales Emissionshandelssystem. Die sogenannte CO2-Abgabe soll helfen, den klimaschädlichen CO2-Ausstoß in den Bereichen Wärme und Verkehr zu senken. Bis 2022 sind nur die Hauptbrennstoffe Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssig- und Erdgas Teil des Systems.

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Zertifikate zu Festpreisen

Ab 2023 kommt dann auch Kohle hinzu. Erwerben müssen die Zertifikate die sogenannten Inverkehrbringer, etwa Gaslieferanten oder die Mineralölunternehmen. Die Mehrkosten werden in der Regel an die Endverbraucher weitergegeben.

Anders als im europäischen System werden die Zertifikate in den ersten Jahren zu Festpreisen abgegeben. Erst ab 2026 werden sie versteigert, dann wird auch die Menge der zur Verfügung stehenden Zertifikate reduziert. Im Jahr 2021 kostete ein Zertifikat für eine Tonne Kohlendioxid 25 Euro, 2022 sind es 30 Euro.

Bis zum Jahr 2025 steigt der Preis dann schrittweise auf 55 Euro. Die 2022 um fünf Euro erhöhte CO2-Abgabe sorgt nach Berechnungen der Emissionshandelsstelle für eine Verteuerung von Superbenzin, Diesel und Heizöl um einen Cent je Liter gegenüber dem Vorjahr.

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