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UN-Hilfswerk fordert Lösung für Flüchtlinge

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Abgebranntes Lager Moria - UN-Hilfswerk fordert Lösung für Flüchtlinge

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Wie geht es nach dem Brand in Moria auf Lesbos für die Menschen weiter? Das UN-Flüchtlingshilfswerk fordert von Deutschland und der EU eine umgehende Lösung.

Flüchtlinge des abgebrannten Lagers Moria auf Lesbos demonstrieren auf einer Straße mit Schildern, auf einem steht: "EU rettet uns". Das UN-Flüchtlingshilfswerk fordert von Deutschland und der EU eine umgehende Lösung für die Menschen.
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos: Wer nimmt die Menschen auf?
Quelle: Epa

Nach dem Brand und der fast vollständigen Zerstörung des griechischen Füchtlingslagers Moria auf Lesbos fordert das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) von Deutschland und der EU umgehende Lösungen für die Menschen.

Die Notlage erfordere ein unverzügliches Handeln der europäischen Staaten gemeinsam mit Griechenland, sagte der UNHCR-Vertreter in Deutschland, Frank Remus, der Funke Mediengruppe.

UNHCR sieht EU in der Pflicht

Nach Jahren des Scheiterns einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik fordert Remus:

Die EU-Staaten stehen jetzt in der Pflicht, den Menschen auf Lesbos sofort zu helfen und langfristig die Chance zu nutzen, gesamteuropäische Lösungen zu finden.
Frank Remus, UNHCR-Vertreter

Der UNHCR-Vertreter bezeichnete die Zustände in dem früheren Lager Moria, das völlig überfüllt gewesen war, als "Schande für Europa" und "unvereinbar mit den europäischen Werten". Remus begrüßte aber, dass es engagierte Länder gebe, die an Lösungen mitwirken wollten - dabei nannte er an erster Stelle Deutschland.

Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) angekündigte Aufnahme von etwa 150 minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen begrüßte der UNHCR-Vertreter als "Zeichen, dass Deutschland Verantwortung in dieser wichtigen Frage übernimmt".

Moria und die Schuld Europas

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7 min
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Merkel will Entscheidung bis Mittwoch

In der Bundesregierung laufen Gespräche über die Aufnahme weiterer Schutzsuchender aus Moria. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will eine Entscheidung bis zur Kabinettssitzung am Mittwoch. Die Bundesregierung strebe weiterhin eine europäische Lösung an.

Das Thema dürfte auch bei den Fraktionssitzungen heute im Bundestag eine wichtige Rolle spielen. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) will sich heute in Athen über die Lage in den griechischen Flüchtlingslagern informieren.

Griechenlands größtes Flüchtlingslager war in der vergangenen Woche durch mehrere Brände fast vollständig zerstört worden. Rund 11.500 Menschen wurden obdachlos, darunter 4.000 Kinder. Tausende ehemalige Lagerbewohner, darunter auch Schwangere und Familien mit kleinen Kindern, harren seitdem im Freien aus. Viele sind inzwischen völlig erschöpft, hungrig und durstig.

Bis Mittwoch will sich die Bundesregierung entscheiden, wie viele Flüchtlinge Deutschland aus dem abgebrannten Lager Moria aufnehmen wird. Die CDU wünscht sich eine europäische Lösung, die SPD will die Bereitschaft Deutschlands in den Vordergrund rücken.

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2 min
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