Guterres: Rechte von Afghanen auf Bildung schützen

    UN-Generalsekretär Guterres:Rechte "aller Afghanen" auf Bildung schützen

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    UN-Generalsekretär Guterres appelliert an die Machthaber Afghanistans, das Recht auf Bildung zu respektieren. Beim Anschlag auf eine Schule sollen viele Mädchen umgekommen sein.

    USA, New York: Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, spricht zur Eröffnung der 77. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
    Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, bei der 77. Generaldebatte der UN-Vollversammlung vor einigen Tagen.
    Quelle: Michael Kappeler/dpa

    Nach einem Bombenanschlag auf eine Privatschule in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit mindestens 30 Toten hat UN-Generalsekretär António Guterres an die Machthaber des Landes appelliert, das Recht aller Afghanen auf Bildung zu achten.

    Die De-facto-Behörden müssen die Rechte aller Afghanen auf einen sicheren Zugang zu Bildung schützen - unabhängig von Ethnizität oder Geschlecht.

    António Guterres, UN-Generalsekretär

    Der Anschlag hatte sich im Stadtteil Dashte Barchi ereignet, der mehrheitlich von der schiitischen Minderheit der Hazara bewohnt wird. Die Schüler und Schülerinnen bereiteten sich auf die Aufnahmeprüfung an der Universität vor.

    Viele Mädchen unter den Opfern

    Nach Angaben eines Mitarbeiters des betroffenen Kaaj Higher Educational Center hatte ein Selbstmordattentäter zwei Wächter am Eingang getötet, bevor er sich Zugang zu einem Klassenraum verschaffte und sich dort in die Luft sprengte. Zudem soll er auf Schüler geschossen haben.
    Was hat sich ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan geändert? Mima-Reporter Sebastian Ehm war u.a. auf dem legendären Highway 1 unterwegs, der 2003 vom früheren afghanischen Präsidenten Karsai eingeweiht wurde. 15.08.2022 | 4:28 min
    Neben den Todesopfern gab es Dutzende Verletzte. Unter den Opfern sollen viele Mädchen sein. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Ähnliche Bluttaten hatte in der Vergangenheit die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt.

    Mädchenschulen ab der siebten Klasse geschlossen

    Seit ihrer Machtübernahme haben die islamistischen Taliban Mädchenschulen ab der siebten Klasse geschlossen - entgegen ihrer Versprechungen.
    Private Bildungseinrichtungen bieten einigen älteren Mädchen die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen, um anschließend die Universität zu besuchen. Gegen diese sind die Taliban bisher auch nicht vorgegangen.
    Quelle: dpa

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