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Bericht des UN-Umweltprogramms - Bis 2100: Erderwärmung bei mehr als drei Grad

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Auch wenn die Emissionen 2020 zurückgingen zeichnen die UN im "Emissions Gap Report" ein düsteres Bild. Wenn wir so weiter machen, können wir das Pariser Abkommen nicht einhalten.

Die Eisdecke auf dem Arktischen Ozean am Nordpol.
Zwar sind die Emissionen laut UN gesunken - große Auswirkungen auf den Klimawandel habe das aber nicht.
Quelle: dpa

Obwohl die Treibhausgas-Emissionen durch die Corona-Pandemie und die internationalen Klima-Zusagen zurückgegangen sind, steuert die globale Erwärmung nach UN-Angaben auf mehr als drei Grad zum Ende des Jahrhunderts zu.

Der Rückgang des CO2-Ausstoßes um sieben Prozent in diesem Jahr habe nur "vernachlässigbare Auswirkungen", erklärte das UN-Umweltprogramm (Unep) am Mittwoch. Ohne eine rasche Abkehr von fossilen Brennstoffen seien die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht mehr zu erreichen. [Wie es um den Klimaschutz in Deutschland steht, lesen Sie hier.]

UNO: Temperaturen im Durchschnitt um 1,2 Grad gestiegen

Das Pariser Abkommen vom 12. Dezember 2015 sieht vor, die Erderwärmung auf unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Mittlerweile sind die Durchschnittstemperaturen auf der Erde laut UNO aber bereits um rund 1,2 Grad gestiegen. Ziel des New Yorker Gipfels zum 5. Jahrestag des Pariser Abkommens am Samstag ist es, die Staaten zu weiteren Anstrengungen zu verpflichten.

Negativer Klimatrend kann noch abgewandt werden

Allerdings können die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens laut Bericht aber noch erreicht werden. Um den globalen Temperaturanstieg bis 2030 auf zwei Grad zu begrenzen, müsste die internationale Gemeinschaft beim Wiederanfahren der Wirtschaft nach den Corona-bedingten Beschränkungen einen Akzent auf umweltfreundliche Energieträger, Wiederaufforstungen oder andere ökologische Maßnahmen setzen.

So könnten bis zu 25 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase bis 2030 reduziert werden. Sogar das gesteckte Ziel von 1,5 Grad Celsius sei so noch erreichbar.

Das Jahr 2020 ist dabei, eines der bisher wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden, während Großbrände, Stürme und Dürren weiter für Chaos sorgen.
Inger Andersen, Chefin des UN-Umweltprogramms

Nachholbedarf bei Wirtschaft und Verbrauchern

Die Wiederbelebung der globalen Ökonomien müsse daher einen grünen Akzent haben, der Subventionskürzungen für fossile Brennstoffen ebenso vorsieht wie ein Umdenken beim See- und Luftverkehr. Beide seien für fünf Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich, heißt es im Report.

In der Pflicht stünden aber auch private Verbraucher: Rund zwei Drittel der globalen Emissionen gehen nach dem Unep-Bericht auf private Haushalte zurück. Die reichsten darunter - etwa ein Prozent der Weltbevölkerung - repräsentieren dabei mehr als das Zweifache des zusammengefassten Anteils der ärmsten 50 Prozent. Auch sie müssten deutlich mehr tun, um ein Erreichen der Pariser Klimaziele bis 2030 sicherzustellen.

Fahne der Vereinten Nationen.

Bericht des UN-Umweltprogramms - CO2-Rückgang: Diese Ziele haben die Länder 

Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichten sich die Vertragsstaaten, CO2-Emissionen zu verringern. Doch reicht das, um die Folgen des Klimawandels abzubremsen?

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