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Vor Weltnaturkonferenz - Müller fordert Durchbruch bei Artenschutz

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Kurz vor Beginn der UN-Weltnaturkonferenz fordert Entwicklungsminister Müller einen gemeinsamen Kraftakt von der Weltgemeinschaft. Man dürfe beim Artenschutz keine Zeit verlieren.

Entwicklungsminister Gerd Müller während einer Pressekonferenz in Berlin.
Entwicklungsminister Gerd Müller.
Quelle: dpa

Vor der UN-Weltnaturschutzkonferenz in China hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Weltgemeinschaft aufgerufen, beim Artenschutz endlich an einem Strang zu ziehen.

"In den kommenden Monaten muss ein Durchbruch beim Artenschutz gelingen wie beim Pariser Klimaabkommen für den Klimaschutz", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". "Denn wir haben keine Zeit zu verlieren." Er erwarte von China als Gastgeber eine Führungsrolle.

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Müller: Gefahr vor Viren steigt

"Je mehr natürliche Lebensräume vernichtet werden, umso größer wird auch die Gefahr, dass weitere Viren vom Tier auf den Menschen überspringen und schwere Krankheiten auslösen", sagte Müller.

Nötig sei es erstens, 30 Prozent der Land- und der Meeresflächen unter Schutz zu stellen. "Davon sind wir aber meilenweit entfernt: Bislang sind erst acht Prozent der Meeres- und 17 Prozent aller Landflächen geschützt", führte Müller aus. Zweitens sollten die Industrieländer ihre Mittel zum Erhalt der Biodiversität in Entwicklungs- und Schwellenländern verdoppeln.

Ziel: Nur noch zertifizierte Produkte

Gemeinsam mit der Welthandelsorganisation WTO müssten zudem Mindeststandards für "entwaldungsfreie Lieferketten" verankert werden. "In Rotterdam oder Hamburg darf kein Schiff mehr anlegen, das Palmöl- und Sojaprodukte aus nicht zertifizierter Produktion zu uns bringt."

Die knapp 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention für die biologische Vielfalt (CBD) kommen von Montag bis Freitag im südwestchinesischen Kunming zu einem vor allem online veranstalteten Treffen mit einigen Vertretern vor Ort zusammen. Sie wollen über ein neues Rahmenabkommen beraten.

"Wer heute sagt, das geht nicht, eine Lieferkette zu kontrollieren, der will es einfach nicht“, sagt Entwicklungsminister Müller zu der Kritik am beschlossenen Lieferkettengesetz."

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Vereinbarung soll Artenverlust stoppen

Dann folgen Anfang des Jahres 2022 Verhandlungen in der Schweiz, bevor die Strategie bei einem Präsenztreffen vom 25. April bis 8. Mai 2022 wieder in Kunming verabschiedet werden soll. Die Vereinbarung soll den dramatischen Verlust von Arten und ihrem Lebensraum bremsen.

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