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Kanzlerin zum Extremwetter - Merkel: "Die Häufung macht einfach Sorge"

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Einen Sturm oder eine Flut habe es immer mal gegeben, sagt Kanzlerin Merkel in Washington. Aber: "Wir haben zunehmend Extremwetter-Ereignisse." Das fordere zum Handeln auf.

Bei ihrem Besuch in Washington zeigte sich Bundeskanzlerin Merkel bestürzt über die Situation in den deutschen Hochwassergebieten. Sie trauere um die Toten der Katastrophe.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) blickt mit Sorgen auf die Häufung von heftigen Unwettern. Merkel sagte am Donnerstag an der Johns-Hopkins-Universität in Washington: "Wir haben zunehmend Extremwetter-Ereignisse. Die Fluten, die einige Teile Deutschlands im Augenblick erleben, und die wirklich dramatisch sind mit vielen tragischen Todesfällen auch, sind ein Beispiel dafür." Merkel nannte als weiteres Beispiel die Feuer in Kalifornien.

"Wenn wir uns über die Jahreszahlen das anschauen, dann hat es immer mal einen Sturm und eine Flut gegeben", sagte Merkel.

Aber die Häufung macht einfach Sorge und fordert uns zum Handeln auf.
Angela Merkel

Merkel sagt Hilfe beim Wiederaufbau zu

Am Rande ihres Besuches in Washington hatte Merkel zuvor den Menschen in den Hochwassergebieten Unterstützung des Staates zugesagt. Wo man helfen könne, werde man das tun, sagte sie.

Friedliche Orte durchleben in diesen Stunden eine Katastrophe, man kann sagen, eine Tragödie.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Die Not werde noch "eine ganze Weile" anhalten, sagte die Kanzlerin. Sie habe mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) deshalb bereits darüber gesprochen, dass man innerhalb der Bundesregierung auch über Hilfe bei den zu leistenden Wiederaufbauarbeiten reden könne. Zunächst stünden aber die akute Situation und die Notwendigkeit, Menschenleben zu retten, im Fokus.

Scholz kündigt Unterstützung an

Bei einem Besuch des Katastrophengebiets im nördlichen Rheinland-Pfalz rief Vizekanzler Scholz (SPD) zu verstärkten Bemühungen für den Klimaschutz auf. Der SPD-Kanzlerkandidat zeigte sich am Donnerstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler betroffen von der "gewaltigen Zerstörung, die die Natur angerichtet hat".

Schwere Unwetter haben den Westen Deutschlands verwüstet. Besonders heftig wurde der Landkreis Ahrweiler getroffen, dort starben mindestens 19 Menschen.

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Der Bundesfinanzminister kündigte im Namen der ganzen Bundesregierung eine solidarische Unterstützung für die betroffenen Regionen an. Die Katastrophe sei nicht allein auf Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beschränkt, sondern "eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung".

Laschet fordert mehr Tempo beim Klimaschutz

Unions-Kanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) forderte eine schnellere Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Die Häufung von Starkregen- und Hitzeepisoden sei "verbunden mit dem Klimawandel", sagte Laschet bei einem Besuch in der besonders vom Hochwasser betroffenen Stadt Hagen.

Auch das bevölkerungsreichts Bundesland Nordrhein-Westfalen ist von den Unwettern stark betroffen. Besonders in der Region Wuppertal-Hagen sind viele Straßen überschwemmt.

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"Das bedeutet, dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen - europäisch, bundesweit, weltweit", fügte er hinzu. Laschet hatte zuvor den Ort Altena besucht, wo die Fluten schwere Schäden angerichtet hatten. In Hagen beriet er mit dem Krisenstab. Einen für Donnerstag geplanten Besuch bei der Schwesterpartei CSU in Bayern hatte er abgesagt.

Baerbock kehrt früher aus Sommerurlaub zurück

Auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zeigte sich über das zerstörerische Ausmaß der Überschwemmungen erschüttert: Es sei nun das "Gebot der Stunde", die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit so gut wie möglich zu unterstützen. "Es ist richtig, dass Bund und Länder dafür jetzt alle Kräfte mobilisieren."

Die Grünen-Vorsitzende betonte die Notwendigkeit, den Betroffenen schnell zu helfen. "Den Menschen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, weil ihr Hab und Gut, ihre Häuser einfach weggeschwemmt wurden, muss nun schnell und unbürokratisch geholfen werden", sagte sie. Baerbock werde früher aus ihrem Sommerurlaub zurückkehren, hieß es.

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