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Haft für Mitglieder von "Revolution Chemnitz"

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Rechtsextreme Terrorgruppe - Haft für Mitglieder von "Revolution Chemnitz"

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Acht Männer sind wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt worden. Die Gruppe hatte einen "Systemwechsel" und Angriffe auf Flüchtlinge geplant.

Archiv: ie Angeklagten im Prozess gegen die selbsternannte "Revolution Chemnitz" sitzen im Prozessgebäude des Oberlandesgerichts Dresden zu Prozessbeginn im Verhandlungssaal neben ihren Rechtsanwälten am 30.09.2019
Mehr als 30 Verhandlungstage hat der Prozess gegen "Revolution Chemnitz" gedauert.
Quelle: dpa

Im Prozess um die rechtsextreme Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" ist ein Urteil gefallen. Alle acht Angeklagten wurden wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Die Strafen betragen zwischen zwei Jahren und drei Monaten und fünfeinhalb Jahren.

Rädelsführer Christian K. wurde zudem auch für die Gründung einer terroristischen Vereinigung verurteilt, das Strafmaß beträgt fünf Jahre und sechs Monate Freiheitsentzug. Mit den Strafmaßen folgte das Dresdner Oberlandesgericht zum Teil den Anträgen der Bundesanwaltschaft.

Der Prozess fand trotz Corona-Krise statt, da er bei einer Unterbrechung von mehr als zehn Tagen neu hätte aufgerollt werden müssen. Die Beschuldigten stehen seit dem 30. September 2019 vor Gericht. Verhaftet wurden sie bereits ein Jahr zuvor.

Gruppe "Revolution Chemnitz" im Chat entstanden

Fünf der Angeklagten mussten sich auch wegen schwerem Landfriedensbruch verantworten. Einer der Angeklagten soll eine schwere Körperverletzung begangen haben, diese konnte aber keiner der Personen eindeutig zugeordnet werden.

Die Gruppe "Revolution Chemnitz" soll sich in einem Chat am 10. September 2018 zusammengeschlossen und zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2018 in Berlin einen "Systemwechsel" sowie Angriffe auf Flüchtlinge, Andersdenkende und Repräsentanten des Staates geplant haben.

Dafür hat sie sich laut Anklage auch um Waffen bemüht. Die Gruppe flog jedoch nach einem "Probelauf" am 14. September in Chemnitz auf.

Anlass waren fremdenfeindliche Kundgebungen in Chemnitz, nachdem dort Ende August 2018 ein Deutscher bei einer Auseinandersetzung mit Flüchtlingen ums Leben kam. Die Bundesanwaltschaft attestierte den Beschuldigten eine nationalsozialistische Gesinnung. Mehr als 30 Verhandlungstage hat der Prozess gedauert.

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