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USA: Corona-Krise verschärft sich

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Mehr Tote als in China - USA: Corona-Krise verschärft sich

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In den USA sind bereits doppelt so viele Coronavirus-Infektionen nachgewiesen wie in China. Rufe nach "drakonischen Maßnahmen" werden lauter.

new york city coronavirus, usa - 23 mar 2020
New York ist besonders betroffen: In dem Bundesstaat gibt es bereits 75.000 Corona-Infizierte.
Quelle: epa

Mit ausgeweiteten Schutzmaßnahmen wollen die USA in der sich verschärfenden Corona-Krise das Schlimmste verhindern. Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden.

Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, kündigte Trump an. Er ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll.

Weltweit die meisten Infizierten

Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Mehr zur Ausbreitung des Corona-Virus in den USA im Video:

Die Fallzahlen der am Coronavirus Erkrankten steigen in den USA rasant an. Die Rede ist von hunderttausend möglichen Toten, Millionen Menschen könnten sich infizieren.

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Nachgewiesen sind bereits mehr als doppelt so viele Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 als in China, wo die Lungenerkrankung Covid-19 ihren Ausgang nahm: Am Dienstag verzeichnete die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore rund 175.000 Fälle - allein im Bundesstaat New York gibt es 75.000. In China liegt die Zahl bei mehr als 82.270.

261 Millionen Menschen unter Ausgangsbeschränkung

Der republikanische Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham sprach sich am Dienstag bei Fox News für "drakonische" Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus aus. "Die Heilung muss in diesem Fall drakonisch sein, weil die Krankheit so tödlich ist", sagte er.

Richtlinien der Regierung in Washington fordern die Bevölkerung in der Krise unter anderem auf, Abstand zu anderen zu halten und Ansammlungen von mehr als zehn Personen zu vermeiden. Viele Bundesstaaten haben bereits striktere Ausgangsbeschränkungen verhängt. Einer Berechnung der "New York Times" zufolge sollen nun mindestens 261 Millionen Menschen in 31 Staaten weitgehend Zuhause bleiben.

Mehr zu Trumps Corona-Politik im Video:

Die geplante Rückkehr zum „normalen Leben“ nach Ostern ist vor dem Hintergrund der rasant steigenden Fälle in den USA abgesagt. Die Trump-Regierung verlängert die Einschränkungen.

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Immer noch Mangel an Corona-Tests

Im Kampf gegen das Coronavirus haben die USA inzwischen nach Trumps Angaben mehr als eine Million Menschen auf den Erreger getestet. "Wir haben bei weitem mehr Tests ausgeführt als jedes andere Land auf der Welt." , sagte Trump.

Das stimmt in absoluten Zahlen, aber nicht gemessen an der Bevölkerungszahl. So hat beispielsweise Südkorea pro Kopf mehr Menschen getestet als die USA.

Auch wenn in den USA nun deutlich mehr getestet wird, herrscht immer noch ein Mangel an Tests. In einem am Montag online veröffentlichten Gastbeitrag für die "Washington Post" schrieben Marylands Gouverneur Larry Hogan und Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer: "Es gibt einfach nicht genug Tests, medizinisches Material und andere lebensrettende Geräte, um das Ausmaß dieser Pandemie zu bewältigen."

2.000 US-Amerikaner pro Tag könnten sterben

In den USA sind bereits mehr als 3.000 Menschen durch oder mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Trump erwartet den Höhepunkt der Todeszahlen in gut zwei Wochen.

Die Ärztin Deborah Birx von der Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus sagt trotz Schutzmaßnahmen ein düsteres Szenario für die kommenden Wochen voraus: Berechnungen des Instituts IHME könnten Mitte April pro Tag mehr als 2.000 Menschen in den USA an den Folgen der Pandemie sterben.

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