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Rund 12.000 US-Soldaten - Breite Kritik an Trumps Abzugsplänen

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Donald Trump will knapp 12.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Dafür erntet er auch aus den eigenen Reihen Kritik. Kann der US-Präsident seinen Plan umsetzen?

Der von Donald Trumps US-Regierung angekündigte Abzug von rund einem Drittel der amerikanischen Soldaten aus Deutschland hat auch in den USA scharfe Kritik ausgelöst.

Kritik auch von Republikanern

Der republikanische Senator Mitt Romney nannte die Absicht, fast 12.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, einen "schwerwiegenden Fehler". Romney - ein innerparteilicher Kritiker Trumps - schrieb am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter: "Es ist ein Schlag ins Gesicht eines Freundes und Verbündeten."

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Der republikanische Senator Ben Sasse bescheinigte Trump "mangelndes strategisches Verständnis". Sasse teilte mit: "US-Soldaten sind nicht auf der ganzen Welt als Verkehrspolizisten oder Sozialarbeiter stationiert - sie bremsen die expansionistischen Ziele der schlimmsten Regime der Welt, vor allem Chinas und Russlands."

Trumps Ex-Sicherheitsberater John Bolton kritisierte, die Entscheidung sende "unseren Gegnern das falsche Signal und macht unsere Verbündeten angesichts der zunehmenden globalen Bedrohungen verwundbar".

Auch unter US-Demokraten gab es scharfe Kritik. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus, Eliot Engel, sprach von einem "schweren Schlag", den Trump Deutschland und der Nato versetzt habe. Trump lasse nichts unversucht, um dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu gefallen und Angela Merkel - "einer echten demokratischen Anführerin" - einen Nachteil zu verschaffen.

Zustimmung des Kongress ist offen

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass die USA rund ein Drittel der bislang in der Bundesrepublik stationierten Soldaten möglichst rasch abziehen wollen. Grund sind die zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands.

Es ist unklar, ob Trumps Maßnahme wie geplant über die Bühne gehen kann. Trump kann den Teilabzug als Oberbefehlshaber der Streitkräfte anordnen. Für die Umsetzung braucht er aber Geld. Der Kongress müsste die Mittel bewilligen. Schon jetzt gibt es Bemühungen im Kongress, die Pläne über den Militärhaushalt zu blockieren oder wenigstens zu erschweren. Und die Reaktionen am Mittwoch verdeutlichten erneut den Widerstand bei Trumps Republikanern.

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Unterschiedliche Reaktionen aus Deutschland

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, nannte Trumps Pläne "bitter für die betroffenen Gemeinden, Landkreise und Bundesländer". Die Reduzierung liege "nicht im Sicherheitsinteresse Deutschlands oder der Nato - und macht auch geopolitisch für die USA keinen Sinn", sagte er.

Archiv: Militärfahrzeuge der US-Armee fahren durch den Ort Kleinfalz nahe dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr am 15.10.2012.

US-Soldaten in Deutschland - US-Teilabzug: Wer hat welche Interessen? 

US-Präsident Trump will Tausende Soldaten aus Deutschland abziehen. Jetzt wurden Zahlen und Details bekannt. Wer was will - ein Überblick.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte:

Dies belastet leider das deutsch-amerikanische Verhältnis. Dabei ist der militärische Nutzen nicht erkennbar.

Die Linke begrüßte den Truppenabzug dagegen. Außenpolitikerin Sevim Dagdelen forderte Trump auf, auch die verbleibenden US-Soldaten abzuziehen "und die US-Atomwaffen gleich mitzunehmen".

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