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USA nach der Präsidenten-Wahl - Wie geht es weiter für die Republikaner?

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Donald Trump weigert sich weiterhin, den Wahlsieg Joe Bidens anzuerkennen und spricht von Betrug. Dennoch stellen sich mehrere bekannte Republikaner hinter Trump. Was bedeutet das?

US-Präsident Trump leugnet die Wahlniederlage. Von den Republikanern kommt aber keine Kritik - vielleicht, weil Trump trotz allem sieben Millionen Stimmen mehr holte als 2016.

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"Wir werden gewinnen", twittert Noch-Präsident Donald Trump, wohlgemerkt eine Woche nach der US-Wahl. Er will nicht akzeptieren, dass Joe Biden am Samstag - nachdem ausreichend Stimmen in Pennsylvania ausgezählt worden waren - zum Wahlsieger erklärt wurde. Joe Biden bezeichnete Trumps Verhalten nun als "Peinlichkeit". Wenngleich Staatsoberhäupter aus der ganzen Welt Biden bereits gratuliert haben, wollen auch viele Republikaner den Sieg des Demokraten nicht wahrhaben.

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Republikaner negieren Biden-Sieg

Auf die Frage, ob sein Ministerium eine Übergabe an das Biden-Team vorbereite, sagte Außenminister Mike Pompeo: "Es wird einen reibungslosen Übergang zu einer zweiten Trump-Regierung geben." Auch der republikanische Senator von South Carolina, Lindsey Graham, scheint noch an Wunder zu glauben, oder aber er hat sich schwer verrechnet.

Laut Graham solle Trump seine Niederlage nicht einräumen, da er in einigen Staaten, die noch auszählen, nur sehr knapp zurückläge, so die Begründung. Fakt ist: Biden hat nach aktuellem Stand 279 Wahlleute, Trump 217. Um die Wahl zu gewinnen, braucht es 270.

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Selbst wenn Trump die wackeligen Staaten Georgia und Arizona, die zurzeit noch fertig auszählen, neben North Carolina und Alaska noch gewinnen sollte, würde es nicht mehr für ihn reichen. "Die Medien entscheiden nicht, wer Präsident wird. Wenn sie dies tun würden, gäbe es niemals einen republikanischen Präsidenten", sagte Graham im konservativen Sender Fox News.

Fox hatte ironischerweise, anders als CNN, Biden sogar schon die Wahlleute aus Arizona zugesprochen. Dort liegt Biden zu dem Zeitpunkt bei 290 Wahlleuten. Sie wollen partout das Ergebnis nicht akzeptieren, glauben an Betrug bei der Briefwahl - ohne handfeste Beweise. Sie bauen damit die Rampe für einen juristischen Streit und sähen tiefes Misstrauen in der Bevölkerung.

Kritiker wie Bush und Romney eher die Ausnahme

Justizminister William Barr entschied nun, dass die Betrugs-Vorwürfe noch vor Bekanntgabe der Endergebnisse untersucht werden dürfen. Auch der Fraktionschef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, verteidigte das juristische Vorgehen: "Präsident Trump hat zu 100 Prozent das Recht, Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten zu prüfen und seine rechtlichen Möglichkeiten abzuwägen".

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Bis auf ein paar wenige Ausnahmen bekommt Trump immer mehr Rückhalt innerhalb der republikanischen Partei. Zwar gratulierten ein paar wenige prominente Republikaner, wie der frühere Präsident George W. Bush, sowie sein Bruder Jeb Bush, und auch Mitt Romney, Senator aus Utah, Biden zu seinem Wahlsieg, allerdings stehen immer mehr Republikaner aus der ersten Reihe hinter Trump und den Betrugsvorwürfen.

Wer hat das Sagen im Senat?

Die Republikaner haben Angst, denn sie haben noch etwas zu verlieren: die Mehrheit im Senat. Im Moment liegen sie mit 50 Sitzen vor den Demokraten mit 48. 51 Sitze braucht es zur Senatsmehrheit. Entscheidend wird sein, wer die beiden Stimmen aus Georgia bekommt, wo am 5. Januar nun eine Stichwahl stattfindet.

Sollte es am Ende auf ein Unentschieden mit 50 zu 50 Sitzen hinauslaufen, hätte die zukünftige demokratische Vize Kamala Harris das letzte Wort. Wenn die Republikaner aber wieder eine Blockademehrheit erreichen, könnten sie Joe Biden das Leben künftig schwer machen. Sie kämpfen bis zum bitteren Ende, weil es neben verletztem Stolz und Eitelkeit auch ihre politische Bedeutung zu verlieren gilt.

Der Autorin auf Twitter folgen @Alica_Jung

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