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Russland mischt sich massiv in US-Wahl ein

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FBI-Chef warnt - Russland mischt sich massiv in US-Wahl ein

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Manipuliert Russland - wie vor vier Jahren - den US-Wahlkampf? Ja, sagt der FBI-Chef und kassiert dafür prompt eine Rüge von Präsident Trump. Doch auch Twitter warnt US-Politiker.

Christopher Wray am 17.09.2020 in Washington (USA)
Der Chef der Bundespolizei FBI sieht eine Kampagne gegen Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden.
Quelle: epa

FBI-Chef Christopher Wray hat vor einer erneuten massiven Einmischung Russlands in den US-Präsidentschaftswahlkampf gewarnt. Es gäbe eine Kampagne, bei der es speziell darum gehe, den demokratischen Gegenkandidaten von Präsident Donald Trump, Joe Biden, "zu verunglimpfen", so Wray in einer Anhörung im US-Kongress.

Wir sehen sehr, sehr aktive Bemühungen der Russen, unsere Wahlen 2020 zu beeinflussen.
Christopher Wray, FBI-Chef

Das war laut US-Geheimdiensten auch eine Vorgehensweise von Russland aus geführter Kampagnen vor der Präsidentenwahl 2016.

Moskau widerspricht, Trump kritisiert

Allerdings habe man - bisher anders als damals - keine direkten Attacken auf die Wahl-Infrastruktur festgestellt, sagte der FBI-Direktor. Die russische Regierung hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Wray handelte sich für seine Äußerungen eine öffentliche Rüge des Präsidenten via Twitter ein. "Aber Chris, sie sehen keine Aktivität von China, obwohl es eine VIEL größere Bedrohung als Russland, Russland, Russland ist", schrieb Trump.

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Twitter markiert erneut Trump-Tweet

Der US-Präsident wiederholte in diesem Zusammenhang auch seine nicht belegte Behauptung, dass Russland, China und andere Länder sich in die Wahl mit gefälschten Briefwahl-Unterlagen einmischen könnten. Twitter versah den Trump-Tweet schnell mit einem Verweis zu Informationen darüber, das "Abstimmen per Post sicher ist".

Zudem forderte Twitter mehrere amerikanische Politiker und Journalisten auf, ihre Passwörter zu ändern und so ihre Accounts besser vor Cyberattacken zu schützen.

Twitter: US-Politiker sollen Passwörter ändern

Wenn sie sich nächstes Mal bei Twitter einloggen, werde geprüft, ob ihr Passwort komplex genug ist, um als sicher zu gelten. Sollte dies nicht der Fall sein, würden sie aufgefordert, es zu ändern.

Über die Twitter-Profile von Ex-Präsident Obama, Amazon-Chef Bezos und Tesla-Erfinder Musk verbreiteten die Hacker Werbung für dubiose Kryptowährungs-Deals.

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Außerdem werde Twitter ihnen nachdrücklich den Einsatz der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung empfehlen, bei der zur Anmeldung auf einem neuen Gerät ein zusätzlicher Code notwendig ist.

Konsequenzen aus vergangenen Angriffen

Das Twitter-Sicherheitsteam teilte mit, dass es mit diesen Änderungen die Konsequenzen aus früheren Vorfällen ziehe. Im Juli waren Hacker in die Twitter-Konten mehrerer prominenter Politiker eingedrungen, darunter in jene des oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und des früheren Präsidenten Barack Obama.

Zudem hatten Hacker nach Unternehmensangaben dutzende Konten von Twitter-Mitarbeitern gekapert und deren Daten gestohlen.

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von Robert Meyer
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