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Krisenstab gebildet - So will Biden gegen Corona kämpfen

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Eine Taskforce soll die USA aus der Corona-Krise holen. Seine Berater hat Joe Biden heute schon bekannt gegeben. Seine Pläne unterscheiden sich deutlich vom Handeln Donald Trumps.

Joe Biden spricht mit Reportern über Corona-Maßnahmen.
Joe Biden schwört die Amerikaner auf einen harten Pandemie-Winter ein.
Quelle: Reuters

Joe Biden übernimmt ein Land in der Krise: Die Corona-Pandemie hat die USA hart getroffen, mehr als 237.000 Infizierte starben, die Wirtschaft leidet unter den Einschränkungen

Kein Wunder also, dass sich Biden nach seiner Wahl vorrangig auf die wohl dringendste Herausforderung vorbereitet: Den Kampf gegen das Virus. Die USA müssten noch immer mit einem "sehr dunklen Winter" wegen der Pandemie rechnen, sagte Biden am Montag. Er drängte alle Amerikaner dazu, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. "Unser Land wird bedroht", sagte er. Bevor ein Impfstoff gegen das Coronavirus gut verfügbar sei, könnten weitere 200 000 Menschen mit dem Virus sterben.

Der Kampf gegen das Coronavirus ist eines der zentralen Themen, das der künftige US-Präsident Biden schnell angehen will. Jetzt wurde sein Expertenteam bekannt gegeben, das eine Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie entwickeln soll.

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Eindämmung des Infektionsgeschehens

Ab Tag eins seiner Präsidentschaft will Biden eine nationale Strategie zur Eindämmung der Pandemie umsetzen können. Dafür ernannte er am Montag seinen künftigen Corona-Krisenstab.

Das Beratergremium leiten sollen:

  • der Epidemiologen David Kessler,
  • der frühere Chefchirurg Vivek Murthy
  • die Professorin für Gesundheitswesen an der Universität Yale, Marcella Nunez-Smith.
Dr. Vivek Murthy, Chefchirurg
Auch der frühere Chefchirurg Vivek Murthy soll Bidens zukünftigen Corona-Krisenstab leiten.
Quelle: Imago

Hinzu kommen zehn weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Gesundheitsfachleute. Das Team soll einen Plan entwerfen, der umgehend nach Bidens Amtsantritt umgesetzt werden kann.

Das will Biden unter anderem einführen:

  • umfassende Maskenpflicht
  • kostenlose Corona-Tests
  • kostenlose Impfungen

An dem von Präsident Donald Trump kritisierten Chef-Immunologen Anthony Fauci will der künftige Präsident als Berater festhalten. Auch sollen die USA in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bleiben. Trump hat im Streit um die Pandemie einen Austritt eingeleitet.

Umfangreiche Wirtschaftshilfen finanziert von Superreichen und Großkonzernen

Biden plant außerdem ein riesiges Corona-Hilfspaket, um in Not geratene Familien und Kleinunternehmen zu unterstützen. 700 Milliarden Dollar (601 Milliarden Euro) will der Demokrat investieren, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zur Finanzierung sollen Superreiche und Großkonzerne mehr Steuern zahlen. Ein Schwerpunkt der Investitionen soll auf erneuerbaren Energien liegen.

Joe Biden bereitet sich darauf vor, im Januar die Amtsgeschäfte zu übernehmen.

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Biden hat immer wieder deutlich gemacht, dass er die Bedrohung durch das Coronavirus ernst nimmt. In der Öffentlichkeit tritt er konsequent mit Maske auf, wegen der Ansteckungsgefahr speckte er sein Wahlkampfprogramm deutlich ab.

180-Grad-Wende zu Trumps Corona-Politik

Anders als Amtsinhaber Trump: Er hat die Gefahr durch das Coronavirus immer wieder heruntergespielt. Im September wurde durch ein Enthüllungsbuch von Star-Journalist Bob Woodward öffentlich, dass Trump die Öffentlichkeit bewusst über die Gefahren durch das Virus im Unklaren gelassen hatte. "Ich wollte es immer herunterspielen. Ich spiele es immer noch gerne herunter, weil ich keine Panik erzeugen will", sagte Trump demnach in einem Interview Mitte März.

Statt auf Beschwichtigungen setzt der Demokrat Joe Biden auf umfassende Maßnahmen gegen Corona.

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