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Internationale Pressestimmen - "Der Jubel über Biden ist gerechtfertigt"

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Mit Biden als Wahlsieger reagieren viele internationale Medien erleichtert und sehen die USA auf einem Weg zu mehr Demokratie. Schwierige Aufgaben verschweigen sie aber nicht.

Ein Stapel mit verschiedenen Tageszeitungen liegt auf einem Tisch in Lagos am 08.11.2020
Wie hat die internationale Presse auf Bidens Wahlsieg reagiert?
Quelle: dpa

Das Verhältnis zwischen Donald Trump und den Medien war während seiner Präsidentschaft nicht gerade gut. Wehmut bleibt beim Abgesang der internationalen Presse nach seiner Abwahl aus. Auf den neu gewählten Präsidenten Joe Biden sehen viele schwierige Aufgaben zukommen. Die Pressestimmen im Überblick:

England feiert den Anti-Trump

THE TELEGRAPH: "Historiker werden wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass Joe Biden zu einem großen Teil gewonnen hat, weil er nicht Donald Trump war. (...) Biden muss seinen Sieg in einem Anti-Trump-Referendum in eine Wahl für eine Agenda umsetzen, die die Menschen wirklich zusammenbringt."

Niederlage bei US-Wahl - Trumps Abgang - huldvoll oder schmutzig? 

Donald Trump hat verloren - knapp verloren. Die Wahlniederlage will er jedoch immer noch nicht anerkennen. Gelingt es noch, ihn von einem sauberen Übergang zu überzeugen?

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Frankreich: Biden muss fast alles wieder aufbauen

LE MONDE: "Der größte Fehler wäre es jedoch, sich mit einem Seufzer der Erleichterung zufrieden zu geben. Am Ende von vier Jahren eines verheerenden Mandats, ein paar Monaten eines erniedrigenden Feldzugs und Tagen oder Wochen eines entsetzlichen rechtlich-politischen Guerillakriegs wird der Demokrat (Joe Biden) am Ende in das von seinem Vorgänger verlassene Trümmerfeld vorstoßen, mit der gewaltigen Aufgabe, alles oder fast alles wieder aufzubauen."

Schweiz: 70 Millionen Stimmen für Trump

TAGES-ANZEIGER: "Mehr als 70 Millionen Amerikaner haben Trump diesmal ihre Stimme gegeben - und damit explizit gutgeheißen, was er in den letzten vier Jahren getan und gesagt hat. Diese Menschen werden nicht verschwinden, auch nicht mit salbungsvollen Aufrufen an Einheit und Harmonie. Und doch: Eine zweite Amtszeit Trumps hätte Amerika an einen finsteren Punkt geführt. Sie hätte die Wunden vertieft und neue geschlagen. Mit Trumps Abwahl ist zumindest die Blutung gestoppt."

Joe Biden hat das Rennen um die US-Präsidentschaft gewonnen. Doch Donald Trumps Anhänger*innen in Pennsylvania wollen das nicht akzeptieren.

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Niederlande: Trumps Abgang Fall für Secret Service?

DE TELEGRAAF: "Bis auf weiteres liegt Donald Trump auf Konfrontationskurs. Noch hat er die Zeit dafür. Die amerikanische Verfassung schreibt vor, dass der neue Präsident erst am 20. Januar ins Weiße Haus einzieht. (...) Angesichts der unkonventionellen Art des Präsidenten wird auch befürchtet, dass er bei seinem Auszug keineswegs kooperativ sein wird. In dem Fall wäre es die Aufgabe des Secret Service, der den Präsidenten noch bis zum 20. Januar beschützen muss, ihn aus dem Weißen Haus zu entfernen."

Spanische Zeitung sieht kaum Chancen für Trump

EL MUNDO: "Joe Biden ist der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten. Er reagierte mit einer Erklärung, dass er sich 'geehrt' fühle durch 'die Ehre, die mir das amerikanische Volk verliehen hat'. Der amtierende Präsident Donald Trump weigert sich jedoch, das Ergebnis zu akzeptieren. (...) Aber die Chancen, dass Trump vor Gericht gewinnt, was er bei den Wahlen verloren hat, scheinen gering."

Joe Biden entscheidet den Kampf um die Präsidentschaft für sich, doch Trump will das Ergebnis vor Gericht anfechten. Ob das funktionieren könnte, dazu ZDF-Korrespondent Elmar Thevessen.

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US-Zeitungen: Biden könnte noch mehr Wahlleute holen

THE NEW YORK TIMES: "Nachdem das amerikanische Volk in den Abgrund des autokratischen Nationalismus geblickt hat, hat es sich entschieden, von der Kante wegzutreten. Die Auszählung der Stimmzettel wird noch ein paar Tage dauern, aber die Zahlen stehen: Joe Biden wird die 270 Wahlstimmen haben, die für den Einzug ins Weißen Haus erforderlich sind, und wahrscheinlich noch viele mehr. Der vier Jahre lang währende Angriff von Präsident Trump auf unsere demokratischen Institutionen und Werte wird bald beendet sein."

US-Präsident Trump erkennt den Wahlsieg seines Kontrahenten noch nicht an. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet, wie die ersten Verbündeten von Trump abrücken.

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THE WALL STREET JOURNAL: "Herr Trump hasst es, zu verlieren, und zweifellos wird er bis zum Ende kämpfen. Aber wenn es zu einer Niederlage kommt, wird er sich selbst und seinem Land am besten damit dienen, indem er Amerikas demokratische Traditionen wahrt und sein Amt mit Würde verlässt."

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