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Biden: Habe von meiner Hautfarbe profitiert

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US-Präsidentschaftskandidat - Biden: Habe von meiner Hautfarbe profitiert

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Anders als US-Präsident Trump gibt sein demokratischer Herausforderer Biden zu, dass er von seiner Hautfarbe profitiert habe. Im Fall seiner Wahl wolle er die Polizei reformieren.

Joe Biden spricht auf einem Parkplatz in Moosic (USA) am 18.09.2020
Joe Biden bei einem "Townhall"-Event in Moosic im US-Bundesstaat Pennsylvania.
Quelle: AP

Die jüngsten Fälle von brutaler Polizeigewalt in den USA haben Rassismus zum großen Thema im US-Wahlkamf gemacht. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden will - sollte er die Wahl gewinnen - für mehr Transparenz in Polizeibehörden sorgen.

Außerdem werde er Vertreter von Polizei und lokalen Bürgergruppen an einen Tisch bringen, um über Reformen zu sprechen, sagte Biden bei einer im Fernsehen übertragenen Fragerunde mit Wählern in der Ortschaft Moosic im US-Staat Pennsylvania.

Biden: Profitiere von meiner Hautfarbe

Anders als Amtsinhaber Donald Trump erkannte Biden an, dass er durch seine Hautfarbe privilegiert sei. "Sicher, ich profitierte (...) schon dadurch, dass ich nicht das durchleben musste, was meine schwarzen Brüder und Schwestern durchlebten."

Trump hatte in einem vor wenigen Tagen bekanntgewordenen Interview mit dem renommierten Journalisten Bob Woodward auf die gleiche Frage geantwortet: "Nein, ich fühle das überhaupt nicht."

Vor der Präsidentenwahl am 3. November beziehen Trump und Biden klar Position auf verschiedenen Seiten der Rassismus-Debatte. Biden sprach Anfang des Monats davon, dass sich Amerika seiner "Ursünde" der Sklaverei und ihrer Folgen stellen müsse. Trump verneinte stets, dass es systematischen Rassismus in den USA oder in Institutionen wie der Polizei gebe.

Trump: Fragen an Biden "zu freundlich"

Biden hielt die Fragestunde unter freiem Himmel auf einem Parkplatz in der Ortschaft Moosic ab. Trump hatte eine ähnliche Fragerunde zwei Tage zuvor in einem Saal gemacht, die Wähler saßen weit voneinander entfernt.

Nach Bidens "Townhall"-Event beklagte sich Trump bei einem Wahlkampf-Auftritt in Wisconsin, dass sein Kontrahent viel zu freundliche Fragen gestellt bekommen habe. Die Kandidaten sollen am 29. September in der ersten TV-Debatte aufeinandertreffen.

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